Aber mittlerweile hab ich so das Gefühl, dass die ursprünglichen Pläne nie wirklich funktionieren.
Ich glaub in den drei Wochen, wo wir jetzt unterwegs sind hat keine einzige Initialidee auch stand gehalten in der Planung..
Problem mit der Amazonas-Idee und Tena: durch den Regen in den letzten Tagen und danach Muren etc. sind die Straßen von Quito dorthin gesperrt worden - einziger Weg nach Tena: über Banos und Puyo. 8 Stunden Minimum, und da ist es nicht sicher, ob wir überhaupt ankommen. Also nein Danke. Planänderung und eben deshalb gleich direkt in den Norden zurück nach Kolumbien und damit mehr Zeit für den südlichen Teil von Kolumbien, bevor wir nach Bogotá zurück fahren um dort die Stefanie zu treffen.
Ecuador - Colombia: bin draufgekommen, dass das vermutlich die erste "richtige" Landgrenze ist, über die ich in ein Land einreise.. also außerhalb von Europa versteht sich (und wenn man USA-CAN nicht mit einrechnet, wo es jedes Mal eine organisierte Tour war)..
Der Bus von Quito hat uns ca. 5 km vor der Grenze auf einem Parkplatz rausgelassen; danach mit dem Taxi bis zur Grenze: Ausreisestempel von Ecuador holen. Und dann sind wir kurz durch Niemandsland spaziert :) Mit unserem ganzen Gepäck und allem am Schild KM 0 Ecuador vorbei - und über eine Brücke, bis wir dann zum Immigrationsbüro von Kolumbien gekommen sind.. Im Niemandsland übrigens ganz viele Leute mit packerlweise Geld, das sie wechseln wollen..
Ach das hab ich gar nicht erwähnt glaub ich? Ecuador hat US Dollar.. aber trotzdem ein paar eigene Münzen - eine 50 Cent Münze zum Beispiel, die es ja in den USA nicht gibt. Und Kolumbien hat Pesos.. Wechselkurs etwas mehr als 3.000 - da kann man ruhig mal zwei, drei, vier hundert Tausend abheben ;)
irgendwie schon recht cool so eine Landgrenze! :)
Also dann Einreisebüro Kolumbien - wobei Büro ist übertrieben, das war eher eine halbwegs überdachte Halle mit nicht wirklich vielen Leuten; der Herr hat ein paar Fragen auf Spanisch gestellt; ich hab ihn zwar nicht verstanden aber einfach dann auf die Frage geantwortet, die ich geglaubt hab dass er gestellt hat .. und er hat mich dann angegrinst und zack - Stempel :)
Um die Busfahrt etwas zu unterbrechen haben wir uns dann in der Nähe der Grenze die Kirche Las Lajas Sanctury angesehen. Absolut beeindruckend! Die Kirche ist nicht wie großteils auf einem Hügel gebaut, sondern über einem Fluss und der Vorplatz der Kirche ist gleichzeitig eine Brücke. Geschichtlich geht es auf eine Sage zurück, nach der dort in dem Fluss eine Mutter mit ihrer taubstummen Tochter von einer göttlichen Erscheinung gerettet worden sind. Und deshalb wurde die Kirche dort unten nahe am Fluss gebaut.
ziemlich beeindruckend mit der Brücke.. :)
Und am Weg dort hin vom Dorf aus gibt es unzählige Plaketten, die von Leuten gespendet werden und die sich für diverse Dinge bedanken.
Weiter nach Pasto, von wo ich nicht wirklich viel erzählen kann, weil wir eigentlich nur die Nacht dort waren und dann gleich weiter gefahren sind nach Popayán. Das einzige das ich euch erzählen kann ist, dass ich nach diesen beiden Tagen im Bus dann definitiv genug hatte von Bussen! In Südamerika wird nicht in Kilometern gerechnet, sondern eher in Stunden. Dadurch, dass wir so ca. die Anden entlang gefahren sind, sind die meisten Straßen extrem kurvenreich und viel viel bergauf und bergab. Und deshalb sind 250 km nicht einfach so eine 3-4 Stunden Angelegenheit, sondern es dauert mindestens 6.. 40km/h im Durchschnitt.. Juhuuiii.
Besonders toll ist das Ganze dann, wenn man dann auch noch ganz hinten sitzt und direkt nach vorne sieht und der Fahrer Überholmanöver riskiert, die man selbst nie nie nie im Leben auch nur angedacht hätte.. Aber das machen irgendwie alle so.. eine unübersichtliche Kurve ist hier kein no-go fürs überholen - man hupt einfach kurz vor der Kurve und überholt dann, wenn man kein anderes Hupen hört. Aber da das irgendwie alle machen wird ständig gehupt und ich hab keine Ahnung ob man da eigentlich dann auseinanderkennen würde, ob das Hupen von entgegenkommenden Autos kommt oder nicht.. Während der Fahrt von der Grenze nach Pasto bin ich also einige Tode gestorben, weil sich die Manöver jeweils haarscharf ausgegangen sind.. aber ja wie gesagt - scheint anscheinend normal zu sein .. ;)
Und nach einer gefühlten Ewigkeit in Bussen sind wir endlich in Popayán angekommen.. ein echt netter Ort - superschöner großer Platz im Zentrum auf dem immer was los ist. Ursprünglich (jap - wieder mal eine Planänderung...) wollten wir am Sonntag eine Radtour machen, aber da am Sonntag in Kolumbien und Ecuador (werd euch über die anderen Länder noch berichten) ja nichts los ist - wirklich nichts; und wir die Tour deshalb kurzfristig nicht mehr buchen konnten ist aus der Radtour dann halt einfach ein längerer Spaziergang geworden :)
Aussichtshügel und Blick über Popayán.
Kirchen und Kapellen ohne Ende - aber das hat der Stadt echt irgendwie was besonderes verliehen :)
ein Lama :)
Blick aus unserem Zimmer auf den Hauptplatz.. und man möchte meinen, dass man für so eine Lage bzw. so einen Blick viel Geld zahlen müsste.. würde man vermutlich in ganz Europa so machen.. Hier: Hostel war direkt an die Kirche angebaut - selbes Gebäude sozusagen.. und für das Zimmer mit dem Ausblick haben wir jeweils knapp unter 10 € bezahlt. ;) Das kann man sich leisten! ;)
und Sonnenuntergang :)
Popayán also ein nettes kleines Örtchen - Sonntag nichts los; wie überall. Aber endlich wo angekommen nach 2 Tagen nur im Bus! Und von hier aus auch ein guter Ausgangspunkt für Tierradentro. :) Davon das nächste Mal mehr.
Liebe Grüße in die weite Welt, wo auch immer meine Leser sitzen :)














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