Nach fast 2 Wochen in Kolumbien muss jetzt wieder mal ein neuer Eintrag in den Blog. Wieder mal liegt die Schuld am späten Update nicht bei uns, sondern beim schlechten - oder dieses Mal nicht vorhandenen Internet.
Das Schreiben wird ab sofort aufgeteilt - seit ca 10 Tagen sind Conny und ich nämlich gemeinsam unterwegs :)
Ich übernehm den Bogotá-Teil - weil ich dort noch großteils alleine war. Also, los gehts:
Nach einem Nachtflug von Los Angeles über Fort Lauderdale nach Bogotá bis ich um halb 3 Uhr morgens dort angekommen. Hab einen Pick-up bestellt, damit ich um diese Uhrzeit kein Taxi organisieren muss. Don Carlos hat mich also mit einem netten Schild empfangen - und dann gabs gleich die erste Schwierigkeit. Don Carlos ist nämlich ein echter Kolumbianer, der kein einziges Wort englisch spricht. Die ca. 30 minütige Fahrt ins Hostel war somit echt eigenartig. Er hat versucht mir vieles zu zeigen: das Zentrum, die Bushaltestelle, Montserrat. Dann wollt er noch einiges von mir wissen: wie lang ich da bin, was ich mache, wo ich herkomme, wo ich vorher war und sowas. Hab versucht ihm irgendwie zu antworten. Haha... Meine Version des Gespräches ist ca. so: er: "blablabla. el centro." ich: "aha". er: "blablabla montserrat" Ich:" aha." er: wieviele Tage bleibst du in Kolumbien?", ich: "5 in Bogota." und dann nix mehr weil weiter wusst ich nicht. Das hat so ca. eine halbe Stunde gebraucht und war um 3 Uhr morgens eher unangenehm als unterhaltsam.
Am nächsten Tag hab ich mich mal orientiert in dem Stadtteil La Candeleria, den euch Conny schon beschrieben hat. Viele kleine Gässchen mit vielen Wandmalereien. Echt cool. Der Plan für den Tag war der Berg Montserrat. Im Hostel gabs keinen Stadtplan und so bin ich einfach dem Gefühl nach - immerhin sieht man den Berg ja und die Gondel auch ab und zu. War nicht schwierig hinzufinden :)
Kirche am Montserrat
Wahnsinns-Aussicht auf Bogotá
Der nächste Plan in Bogotá war der Plaza de Bolivar - der Hauptplatz dort. Dort tümmeln sich die Menschen, jeder will einem was verkaufen oder einem irgendwas andrehen. Man kann zum Beispiel Maiskörner kaufen, um die Tauben zu füttern - und die Leute machen das auch. Es wimmelt also vor Tauben und Menschen - und Lamas.
Auf dem Plaza de Bolivar stehen ca. 20 Lamas herum, auf denen man reiten kann. Die armen Viecher sind aber eher für Kinder gedacht - bei den paar Erwachsenen, die sich draufgesetzt haben, haben mir die Lamas echt Leid getan. Aber lieb sind sie trotzdem :)
Am Abend ist echt was los in La Candeleria. Straßenkünstler und -händler, Essensstanderln und Obstverkäufer sind unterwegs, um ihre Sachen loszuwerden und es gibt laute Musik und viel zu sehen.
Ein Highlight in Bogotá war für mich aber trotz aller tollen Sachen zu sehen und zu erleben die Gelbfieber-Impfung. Haha - die Spritze an sich war ja nicht so besonders, aber der Weg dorthin ist typisch kolumbianisch und funktionierte natürlich nicht einwandfrei und einfach.
Die Impfung gegen Gelbfieber braucht man wenn man in den Dschungel will - und das steht auf unserem Plan. Aber die Pläne wurden a paar Mal geändert und so weiter, auf jeden Fall hab ich mich in Österreich nicht impfen lassen, einfach nicht daran gedacht.
Hab dann mit Conny und Ben geschrieben (die waren ja noch nicht da zu diesem Zeitpunkt) und die wussten, dass es am Flughafen in Bogotá die Impfung gratis gibt. Die Regierung kommt dafür auf, weil jeder die Impfung haben sollte. Okay. Plan also: hin zum Flughafen und impfen. Leichter gesagt als getan. Im Internet gibt es zwei Versionen der offiziellen Homepage: eine englische und eine spanische, die beide unterschiedliche Angaben zu den Öffnungszeiten des Hospitales haben. Ich hab dann im Hostel gefragt, ob sie bitte anrufen können und nachfragen. War auch kein Problem, nur hebt halt niemand ab.
Ich bin dann einfach hingefahren und hab mich dort herumgefragt, wo ich hin muss (auf spanisch übrigens und ich bin immer super stolz wenn die Leute verstehen was ich meine) Als ich dann in dem Hospital war wieder dasselbe: nur spanisch. In einem internationalen Flughafen im Krankenhaus... Hab dann gleich ein spanisches Formular gekriegt zum Ausfüllen. Mit all meinen deutsch-, englisch-, italienisch- und spanisch-Kenntnissen und Händen und Füßen hab ich das dann auch irgendwann hingekriegt (ich hoff immer noch keinen Blödsinn ausgefüllt zu haben). Dann aber nur noch ein bisschen warten und dann hab ich die Impfung bekommen - ganz easy und schnell, Zertifikat ausgestellt und fertig. Das ganze hat den halben Tag gedauert - aber ausgezahlt hat sichs :)
Am Samstag sind dann Conny und Ben aus Cali gekommen. Mitten in der Nacht so, dass wir und dann am Morgen gesehen haben. Schönes Wiedersehen nach einiger Zeit :)
Hängematten-Selfie :)
Nach diesem Tagesausflug ging's weiter nach San Andres und Providencia, wo es endlich wärmer wurde :) Der Eintrag dazu entsteht bereits am Nachbarcomputer, dauert also nicht lang bis auch der online ist.
Liebe Grüße nach Hause :)
Bis bald






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