Von Panama City aus sind wir dann weiter in Richtung Nordwesten des Landes. An und für sich haben wir für Panama und Costa Rica nur jeweils knapp eine Woche eingeplant, weshalb sich leider jeweils nicht allzu viel ausgeht.. Auf jeden Fall haben wir uns auf den Weg in Richtung Grenze gemacht - mit zwei Stopps bevor wir nach Costa Rica weiter sind..
Erster Zwischenstopp für zwei Nächte: das Lost and Found Hostel im Reserva Forestal de Fortuna in der Provinz Chiriqui. Das Hostel erwähn ich deshalb, weil es vor mehr als nur ein Hostel an sich ist.. bei der Unterkunft geht es nämlich mehr oder weniger eigentlich nur um den Ort, wo es gebaut worden ist bzw. wie es aufgebaut ist.. ist also eigentlich mehr als ein Hostel - vielmehr eine Attraktion für sich. :)
Um dort hin zu kommen muss man mit einem normalen Langstreckenbus fahren und dem Fahrer Bescheid sagen, wo man hin möchte.. dann lässt er einen nämlich mitten auf der Straße raus.. und dann gibt's ein kleines Schild, das einen Güterweg ausweist, den man hinauf muss.. ;)
Und das ist schon ein Abenteuer an sich.. 15-20 Minuten Wanderung bergauf.. Recht steil und mit riesigem Rucksack hinten und einem anderen vorne und in Flip Flops, nachdem wir nur halbwegs viel Schlaf in einem Nachtbus von Panama City bekommen haben (übrigens auf Antarkistemperaturen gekühlt) - puuuuh - ihr könnt euch vorstellen, dass der Weg zur Rezeption schon recht "beschwerlich" war.. aber ich hab' grinsen müssen.. genau solche Dinge / Orte / Erlebnisse sind so toll am Reisen..! :)
Wir sind also vorbei an Bananenplantagen und den Regenwaldsteig entlang und sind dann nach einer gefühlten Ewigkeit im Hostel angekommen.
Ausblick in Richtung Vulkan Baru - den man hier leider nicht sieht ;)
Aber vom Vulkan aus kann man bei schönem Wetter gleichzeitig den Atlantik und den Pazifik sehen.. :)
Hostel - wirklich mitten im Wald ..!
Echt nett hergerichtet und die Leute haben sich definitiv was überlegt beim Bau ..
bei ihren Nachspeisen haben sie sich weniger überlegt... gab als Fleischbällchen getarnte Schokobällchen.. und das wie Ketchup aussehende Ding oben drauf war Marmelade ;)
Was mir am besten gefallen hat war ein Treasure Hunt der vom Hostel angeboten wurde.. quasi eine Schatzsuche in der Gegend.. :)
Startequipment: eine Karte mit einer Skizze der Wege und ein paar Points of Interest - alle mit Namen.. plus ein kleines Rätsel .. die Antwort auf das Rätsel bzw. auch dann auf die folgenden Rätsel war in den Namen der Orte auf der Karte versteckt und dann quasi der nächste Punkt in der Schatzsuche, wo wir hin mussten. So weit, so gut. An und für sich waren die Regeln ja kein Problem .. und der erste Ort wurde uns so gut wie verraten.. also rauf zum Aussichtspunkt. :)
Blick von oben..
Hier haben wir dann eine Plastikrolle gefunden mit einem Zettel und einem weiteren Rätsel.. ;) Und so haben wir uns von Rätsel zu Rätsel gehandelt..
Regenwald und immer mal wieder ein paar Hindernisse am Weg..
Supercool organisiert, weil wir halt quer durch den Wald geschickt worden sind und man dann halt eine etwas interessantere Wanderung vor sich hat und nicht nur einem eingezeichnetem Weg auf der Karte folgt. Außerdem haben wir total coole Plätzchen gefunden.. beispielsweise diesen Baum hier..:
:)
Immer wieder Schilder am Weg - ja wir sind noch richtig.
Nach dem zweiten Hinweis sind wir dann zum Fluss gelotst worden.. echt cool - alleine deswegen hat sich die Wanderung schon augezahlt! :) Echt schön. Und gar nicht so kalt wie erwartet.
die Landschaft echt schön.. riesige Steine, alles supergrün..
Nach dem ersten Hinweis am Fluss haben wir vermutlich etwas zu viel Abenteuer in die Schatzsuche hineininterpretiert, als es dann im Endeffekt war.. eine Antwort haben wir irgendwie falsch interpretiert und bei einem Viech, das sich nicht vermehren kann eher an den Pink Panther gedacht und nicht an das Maultier... Hab da übrigens gelernt warum sich die nicht vermehren können und was genau der Unterschied zwischen Maultier und Maulesel ist.. immer wieder spannend, was man so beim Reisen lernt ohne dass man will ;)
Ja - im Endeffekt haben wir durch den falsch interpretierten Hinweis und dann durch das Abenteuer-Suchen ca. eine Stunde damit verbracht irgendwo auf der falschen Flussseite den Wald abzusuchen.. dabei haben wir Bekanntschaft mit einer Ameisenstraße gemacht, die vermutlich noch nie so viel Aufregung hinter sich hatten, weil uns da garantiert ein paar Dutzend mit Beißen bzw. An** vertreiben wollten..
Irgendwann haben wir dann doch umgedreht und sind wieder zurück zum normalen Weg - und siehe da, dann war der nächste Hinweis dann doch bald auffindbar. :)
und noch einen... :)
Der letzte Hinweis hat uns dann zu einer Höhle geführt und das Rätsel dort wieder zurück zum Hostel - war an und für sich klar, weil das sonst vermutlich zu schwierig wäre wenn es Leute nicht lösen können sie mit einem neuen Hinweis nochmal quer durch den Wald zu schicken...
Die Wanderung hat nämlich insgesamt etwas mehr als 5 Stunden gedauert!
Jaaa - im Hostel haben wir dann ein paar Satzbausteine in einer Schatzkiste gefunden, die zu einer Geschichte zusammengebaut, dem Besitzer erzählt und der hat uns dafür dann ein Getränk in der Bar geschenkt... :) So kann man Leute einen halben Tag lang beschäftigen.. ;) Wirklich cool gemacht.
Und was ich auch eine gute Idee fand: es gibt ein Buch "Lost and Found", das von ein paar Autoren geschrieben worden ist, die alle mit dem Bau des Hostels zu tun haben.. das gibt's dort auszuleihen bzw. zu kaufen und für einen Amazon-Review gibt's auch Getränke gratis.. also sie haben sich echt was überlegt bei dem Hostel..
Aaach - und bevor ich es vergess.. hab noch was gelernt.. und zwar, was ein Kinkajou ist.. :)
Bzw. auf Deutsch: Honigbär bzw. Wickelbär.. sie haben nämlich einen von einer Familie gerettet, die den armen kleinen Kerl zu Hause bei sich in einem Mini-Käfig hatten und sie versuchen ihn wieder in den Regenwald einzugliedern.. und den kann man in der Nacht wenn er wach ist kurz besuchen.. wir haben also dort einen Kinkajou streicheln können.. lustige Tiere! :)
am Weg in Richtung Bus - diesmal am Weg nach unten - und nicht mehr tragisch mit dem Gepäck..
Dieser Zwischenstopp also wie gesagt an und für sich nicht ein Ort, sondern ein Hostel - das aber an und für sich als Destination für viele Backpacker gilt. Und mit der Schatzsuche und der netten Umgebung war es definitiv eine Reise wert. :)
Wir sind dann vom Hostel wieder zur Straße und haben dort auf einen Bus gewartet, der Gott sei Dank innerhalb von 3 Minuten gekommen ist.. mit dem dann weiter in Richtung Almirate - dort in ein kleine Boot und ab nach Bocas del Toro - einer Inselgruppe vor der Küste Panamas.
An und für sich bekannt für superschöne Strände, Schnorcheln und ein paar Boottrips auf die Nachbarinseln. Nur hatten wir leider wieder mal Wetterpech.. bzw. es ist halt leider gerade Beginn der Regenperioden und September ist in Panama und Costa Rica der regenreichste Monat.. Dementsprechend nicht überraschend aber trotzdem schade, dass ich euch jetzt nicht mit vielen Strandbildern überhäufen kann..
Im Endeffekt haben wir einen relativ gechillten Regentag verbracht, mit kochen und Brownies backen und dann doch noch etwas durch den Ort spazieren.. definitiv für Touristen ausgelegt, aber vermutlich zu schnell gewachsen, weil viele Lokale und Hotels zum Verkauf stehen.. und ja - low season - es war nichts los und mich wundert, dass die Lokale die nicht zum Verkauf stehen nicht auch pleite gehen..
Wäre sicher spannend diese Inseln bei Schönwetter und Saison zu sehen.
Ein anderes Mal - diese Mal leider wie gesagt nicht genug Zeit und deshalb ab nach Costa Rica um weiter Richtung Norden zu kommen.






















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