Sonntag, 20. September 2015

Costa Rica - Monteverde and St. Elena

Monteverde ist ein biologisches Reservat und unser nächster Stopp in Costa Rica. Schon bei der Anreise mit dem Bus - dem lokalen natürlich, mit vielen Einheimischen, wenig Platz und erdrückender Hitze - haben wir tolle Ausblicke gehabt. Monteverde liegt nämlich auf ca. 1500 m, was auch die Luft echt angenehm macht Besonders nach dem heißen und feuchten Klima in Puerto Viejo hat uns das echt getaugt (und endlich unsere immer noch nassen Schuhe von der Rainforest-Tour getrocknet)

Charakteristisch für dieses Gebiet ist der Cloudforest. Unsere Wanderung durch das Monteverde Cloud Forest Preserve war auch ohne Guide echt cool. Immer wieder werden uns die Unterschiede zwischen den verschiedenen Wäldern bewusst, keiner ist wie der andere. Rainforest ist mit dem Cloudforest zb nicht vergleichbar. Wir hoffen die Bilder zeigen wieso.. 


Die Liane war sicher 7-8 Meter lang. 

Ein Bankerl mit Aussicht :)

Obwohl einige Leute mit uns im Bus ins Preserve gefahren sind, hatten wir den Weg für uns allein, was den Wald noch cooler macht. 



super Baum :)

Und hier haben sich 2 Bäume einfach mal genau über dem Pfad zu einem verbunden. 

Der Cloudforest ist echt dicht bewachsen. Kurzzeitig hats sogar mal geregnet, was wir anfangs garnicht gemerkt haben und auch dann fast trocken geblieben sind. 

Der Cloudforest heißt nicht umsonst "Cloud"forest. Ausblick vom View-Point! 

Die Strafe wenn man sich einmal 3 Meter vom Pfad entfernt. Die Conny ist am rutschigen Boden ausgerutscht und hat außer dreckigen Händen auch an schönen blauen Fleck gekriegt - eh klar... :)




Und dann gabs mitten im Wald den super schönen Wasserfall. Er hat oberhalb noch einen dritten Teil gehabt, den wir leider nicht auf die Bilder bekommen haben. 


Und das ist die Suspension Bridge, die wir immer wieder auf Bildern gesehen haben. In unserem LonelyPlanet ist ein super Foto davon drin, bei dem die Conny immer wieder gesagt hat: Die will ich sehen. 
Und die ist auch wirklich sehenswert. Mitten im Cloudforest und ca. 30 Meter hoch. Als wär man mitten in den Baumkronen. Und springen kann man auch super darauf. 
Unsere Fotosession hat sicher eine halbe Stunde gedauert :)









Für mich gabs dann noch mehr Natur, diesmal am Pferderücken. Die Pferde waren überraschenderweise wirklich gut gepflegt (ist leider nicht immer der Fall) und der Besitzer Martin war sehr bemüht und super lieb. Er sprach übrigens nur spanisch was unsere Kommunikation aufs Minimum beschränkt hat (ein bisschen was is aber schon gegangen). 
Ich hätte ja gehofft allein reiten zu können mit dem Guide, weil in Monteverde nicht viele Touristen waren zu der Zeit. Aber leider hab ich dann beim Hinkommen schon 4 Mitreiterinnen gesehen - Japanerinnen. Und denen hat man schon von Weitem angesehen, dass sie noch nie auf einem Pferd gesessen sind. 
War schlussendlich dann aber trotzdem super lustig, weil ich mich einfach gut mit denen (oder eigentlich wegen denen) super unterhalten hab :)



Die junge Japanerin in grau hat während dem Ausritt sicher 50 Selfies gemacht - nicht von ihr und dem Pferd, sondern nur von ihr... dem Pferd hat sie nicht vertraut. Unsere Versuche zu traben oder gar zu galoppieren hat sie schnell zunichte gemacht, in dem sie immer zu quietschen angefangen hat, wenn das Pferd nur ein bisschen schneller geworden ist. Ich hab mir nur manchmal gedacht: Weißt du, dass du Horsebackriding bist? Was hast du erwartet?... Mein Lieblingsmoment mit den Japanerinnen (2 Mütter mit ihren Töchtern übrigens) war als ein Pferd begonnen hat Pferdeäpfel fallen zu lassen. Ich hab im Kopf schon gezählt: 3,2,1... Und wie auf Kommando quietscht eine der beiden: "Iiiigh, your horse is poooping." und die vordere dreht sich um und schreit: "iiiiiigh". Haha. Ja - Pferde müssen auch mal. Ich hab echt laut lachen müssen ein paar Mal und hab mich damit glaub ich nicht so beliebt gemacht. 




Fotosession. Der Guide hat uns aufgestellt (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, er hat jedes Pferd genommen und genau so hingestellt wie er wollte) und dann drauf losgeknipst.


Die Pfade waren allerdings echt super. Durch enge und matschige Wege mitten im Wald, in denen man zu Fuß gar nicht gekommen wäre. Und auch echt steil, so dass ich froh war nicht selbst gehen zu müssen. Martin hat relativ hoch rauf geführt um uns den Sonnenuntergang zu zeigen. Und der war echt sehr beeindruckend! 





Und ab und zu ist es einfach nützlich anderen Reisenden im Hoste zuzuhören. Am Morgen haben wir nämlich ein Gespräch zwischen zwei Backpackern mitbekommen, die über einen Baum geredet haben, in dem man raufklettern kann. Wir haben dann nachgefragt, weil wir uns nicht vorstellen konnten, wie man auf einen Baum innen raufklettern kann? 
Wir haben dann herausgefunden, dass der besagte Baum ein Strangling Ficus Tree ist. Das sind prinzipiell Parasiten, die um zu überleben die Nährstoffe aus anderen Bäumen saugen und sich für diesen Zweck um einen Baum herumschlingen. Irgendwann ist der Baum ausgelaugt und stirbt ab. Übrig bleibt nur der Strangling Ficus. 
In diesem Fall ein riesiges Ding, innen natürlich hohl. Wir haben uns die Wegbeschreibung geben lassen und den Baum auf Anhieb erkannt. Und dann haben wir auch verstanden wie man auf einen Baum innen raufklettern kann. 






Man sieht genau wie sich der Ficus geschlängelt hat. 
Raufklettern war zumindest am Anfang gar nicht schwer. Genug Platz und super Äste zum Anhalten, alle stabil. Und dadurch dass der Baum ja rund um einen herum geht, bekommt man die Höhe gar nicht so mit, sondern klettert einfach rauf. 

Ganz oben auf fast 30 Metern ist der Hohlraum ziemlich eng geworden. Da haben wir beim Raufkraxeln echt überlegen müssen wie wir da noch durchkommen sollen um zum Loch am Ende zu kommen. Einfach einmal um die eigene Achse drehen beim Klettern. Auf 25 Metern und engem Raum doch ganz easy :)

Von oben war die Aussicht dann echt super. Mitten im Wald hald :)

Fast am Ziel 

Das Ende erreicht. Da aber jetzt noch rausklettern auf die anderen Äste war doch mit ein bisschen Überwindung verbunden. Vor allem die Angst in dieses Loch wieder reinzukommen ohne 30 Meter runterzufallen war groß. 



Kletterfotos :)
Echt cool da rauf und runter. 


Und schlussendlich haben wir alle 3 geschafft ganz rauf zu kommen.

Und nach einigen Poserfotos haben wir dann noch echt super Motive bekommen. Von "unten", also einem anderen Baum auf niedrigerem Level sind auf einmal ein paar Brüllaffen gekommen. Eine ganze Familie, sogar mit Baby. Immer näher zu uns, bis sie schlussendlich auf unserem Baum auf einem anderen Ast gesessen sind. Leider hatten wir nicht ausreichend gutes Foto-Equipment mit um tolle Fotos zu machen, aber das Handyfoto zeigt, wie nahe sie waren :) 

Echt ein cooler Baum, mitten im Wald in Monteverde, von dem wir nie gehört hätten, wenn nicht irgendwer zufällig neben uns darüber gesprochen hätte :) Ein sehr glücklicher Zufall mit super Ergebnis. 

Es gibt noch etwas wofür Monteverde berühmt ist: Die längste Zipline Central Americas. 1,6 Kilometer lang und 200 Meter hoch! Mussten wir natürlich auch machen ;) Der Ziplineparcours bestand aus 9 Ziplines, 2 davon Superman-Ziplines. Das heißt, dass man bei denen nicht im Gurt sitzt wie normal, sondern 2-fach am Rücken befestigt wird und liegend mit dem Kopf nach unten die Zipline entlang "fliegt". Die erste 1,6 km, die zweite immerhin 800 m lang.



Die ersten 7 Ziplines waren zwischen 7 und 600 Meter lang und so wie man sie kennt. Reinsetzen in den Gurt und mit einer Hand bremsen. Easy also und nichts außergewöhnliches. 

Und dann endlich die längste Zipline Centra Americas :) Ein bisschen beunruhigt hat mich die Höhe. 200 Meter ist ja echt hoch. Aber es ging dann alles sehr einfach. Der Guide hat uns befestigt und einfach angestoßen. Auf 1,6 km hat man genug Zeit sich an die Höhe und an das Gefühl selbst zu gewöhnen und ich muss sagen: es war echt super! Dadurch, dass man ja von dem Equipment über einem nichts sieht, fühlt es sich echt an wie fliegen. Die 1,6 km dauerten 1,5 Minuten - echt lang! Und bei der zweiten Superman-Zipline hab ich mich nicht mehr ans Gefühl gewöhnen müssen und habs deshalb noch mehr genossen. Adrenalin mit Wow-Faktor. 

Als Abschluss gabs dann noch eine Tarzan-Swing - prinzipiell eine riesen Schaukel mit 50 Meter freiem Fall am Anfang. Wie man sieht hatten wir doch ein bisschen - Respekt - davor. Schließlich mussten wir selbst springen. Das Ganze ging dann aber echt schnell. Die Brücke am Bild entlanggehen und vorne warten 2 Guides. Die haben mich dann eingehängt und mir einfach schnell erklärt: wenn das Tor geöffnet wird einen Schritt nach vorne steigen. Okay... Also Tür auf, nach vorne und: AAAAAAAAAAAAAAAAAA. Mal ganz laut schreien! 50 Meter runter und dann spürt man wie der Gurt greift und man beginnt zu schaukeln. Echt weit :) 

Von dem ganzen Ziplining gibts ein Video, das ich versuchen werde entweder hochzuladen oder einen Youtube-Link zu teilen. Sollt funktionieren :)

Fazit von Monteverde: Uns hats sehr gut gefallen, eine super Mischung zwischen Natur und Action. Falls von euch mal wer in Costa Rica sein sollte, is das definitv ein Ort, der auf der Liste stehen sollte. 

Bis bald :)

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