Bevor ich irgendwas anderes erzählen kann muss ich euch unsere Anreise klagen.. boooah, so eine langen Reisetag hatten wir bisher noch nicht.
Start: 4:15 Uhr in Managua, Nicaragua - zur Bushaltestelle; Abfahrt dort - 5:30 Uhr in Richtung Honduras. Die Grenze war hier überhaupt kein Problem; der Busfahrer hat unsere Reisepässe und ausgefüllten Einreisedokumente mitgenommen und alles für uns erledigt; glaub zwar nach wie vor nicht, dass das der einfachste bzw. effizienteste Weg ist um einen ganzen Bus über eine Grenze zu schleusen, aber für uns war es wenig Aufwand.. (ich würd ja jeden selbst hinschicken, dann spar ich mir nämlich das einsammeln und das zurückgeben und die Leuten sollen mit Problem selbst schauen, wie sie die lösen.. aber ja, wir hatten ja eh Zeit).. Weiter nach Tegucigalpa - Hauptstadt von Honduras; und nicht das, was man sich unter einer Hauptstadt vorstellt.. man merkt die Armut nochmal mehr!
Die Stromkabel zum Beispiel waren ein Beweis dafür - üüüüüberall sieht man hunderte Kabel auf einem Strang hängen und teilweise bei den Häuser einfach Starterkabel, die den Strom von dort abzapfen..
Von Tegucigaplpa sind wir dann weiter nach San Pedro Sula - einer der Städte mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt.. Gefühl auf der Haltestelle.. naaaaaja .. eher "bitte bringt mich weg von hier" . Deshalb noch am selben Tag - obwohl wir schon knapp 13 Stunden im Bus gesessen sind weiter nach La Ceiba - noch einmal 3,5 Stunden.. Die letzten 1,5 Stunden hab ich wirklich geglaubt, wir kommen NIIIIIIE mehr an!
Aber irgendwie sind wir dann doch ins Hostel gekommen - nach 18 Stunden Reise! Unglaublich wie schön es ist die Füße ausstrecken zu können!!!!
Aber ja - die Reise war es wert.. Utila ist nämlich super... Ein Strandlokal neben dem anderen und dazwischen immer wieder Tauchschulen und Tauchshops. Auf 3000 Einwohner kommen 10 Tauchschulen - da merkt man warum die Touristen dort hin kommen. Das war ja auch unser Grund. Conny hat ihren Rescue Diver Kurs gemacht und ich den Advanced Open-Water. Die Konkurrenz der Tauchschulen ist uns zugute gekommen, weil die, die wir ausgesucht haben einen echt guten Deal angeboten hat: Zum Kurs gabs nämlich 4 gratis Nächte und zwei gratis Tauchgänge nach dem Kurs dazu.
Tolle Bedingungen also für ein paar schöne Tage auf einer weiteren karibischen Insel. Unsere Tage verbrachten wir mit tauchen, essen, Feierabend-Bier und zwischendurch mal in der Hängematte liegen. Einige Bars haben T-Shirts für Trinkleistung angeboten. Klingt schlimmer als es war: Ein T-Shirt gabs wenn man 2-4 Shots getrunken hat. Für uns waren es 2 Kokosnussschnaps mit Ananassaft Shots, die gar nicht so schlecht waren. Das T-Shirt war damit leicht verdient.
Einer meiner Lieblingsnachmittage war der, an dem ich zu einer Bar geschnorchelt bin. Ich hab mir in Utila eine Taucherbrille gekauft und bevors zum Nightdive ging musst ich die natürlich testen. Conny und Ben waren in einer Strandbar, also bin ich einfach dorthin geschnorchelt. Die Dame hinter der Theke hat nicht mal eine Miene verzogen als ich mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen aus dem Wasser geklettert bin und ein Bier bestellt hab. Das dürfte also nichts ungewöhnliches sein dort. Haha. Um die Story komplett zu machen bin ich natürlich nach dem Bier auch wieder zurück geschnorchelt :)
Für Conny waren die Tage aber wirklich anstrengend. Mehr zu ihrem Tauchkurs dann weiter unten.
Zuerst bekommt ihr a paar Infos von mir:
Der Advanced Open-Water ist der zweite Tauchkurs den man machen kann. Den ersten hab ich ja in Kolumbien gemacht. Diesmal gabs Gott sei Dank kein stundenlanges Video, sondern nur tauchen tauchen tauchen. Jeder Tauchgang ist auf etwas spezialisiert, das man verbessern oder lernen soll. Mein Lieblings-Tauchgang war der "Preak Perfomance und Boyancy". Da gings darum, seine Bewegungen durch Atemkontrolle besser zu beherrschen. Übungen dazu waren: so nahe wie möglich über dem Sand schwimmen ohne anzukommen, durch ein versenktes Quadrat schwimmen ohne es zu berühren und mit dem Kopf nach unten im Wasser schweben. Das war die beste Übung, weil ich den anderen beiden im Kurs dabei zuschauen konnte, wie sie mit dem Kopf nach unten in den Sand "gebissen" haben. Hahaha. Mir ist das zum Glück nicht passiert. Ist aber alles nicht so einfach.
Dann gabs noch einen Navigationstauchgang, bei dem wir uns mit Hilfe eines Kompasses unter Wasser orientieren mussten um am Ende das Boot wieder zu finden. Hätt ich nie geschafft, aber wir durften als Team arbeiten und ich bin brav hinten nachgeschwommen :)
Der nächste war ein Deep-Dive. 32 Meter tief zu einem Wrack, das echt cool war. Wir sind sogar durch die Kaptain Kabine getaucht. Nach einem Driftdive gabs als Abschluss des Kurses einen Nightdive, bei dem wir teilweise sogar ohne Taschenlampe getaucht sind. Das tolle daran ist, dass man durch die Bewegungen der anderen und der eigenen das leuchtende Plankton echt gut sieht und das Wasser somit funkelt. :)
Diesmal gabs auch keinen Abschlusstest was alles vereinfacht hat. Nach diesen 5 Tauchgängen bin ich also offiziell Advanced Open Water Diver...
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