Samstag, 7. November 2015

Peru - Cusco & Machu Picchu

 Cusco!!! Die schönste Stadt seit Langem! Hauptstadt des früheren Inkareiches und auf vielen Hügeln gebaut. Von Anfang an hats mir hier super gefallen, auch wenn ich mich an die 3.400m Seehöhe gewöhnen musste. Anfangs dachte ich, dass ich einfach vom (18 Stunden langen!!) Nachtbus müde war und deshalb das Herumspazieren anstrengend gefunden hab, aber nein - es war die Höhe... Einmal um den Block und man ist außer Atem, die Stiege raufgehen: außer Atem, schnell zum Supermarkt: außer Atem. Hat echt einige Tage gedauert um sich daran zu gewöhnen. Aber dann gings.

Cusco ist voller toller Straßen, Plätzen, Leuten... Man muss sich nicht viel vornehmen um hier einige Tage verbringen zu können. Einfach die Stadt auf sich wirken lassen, reicht völlig aus.








 Essen im lokalen Market - echt ein Erlebnis. Vor allem weil die Dame am Bild einfach alles mit den Händen angreift. Den Reis, die Pommes, das Hühnchen, dann das Geld von den Leuten neben mir, dann nimmt sie selbst eine handvoll Reis in den Mund und dann greift sie noch meine Gabel an - vorne natürlich. Nachdem ich mein Essen (für 1,50€) dann vor mir hatten hab ich mich echt überwinden müssen es zu essen. Aber geschmeckt hats dann :) 

 Das Essen gibts auch To-go. Da wird einfach alles in ein Plastiksackerl gestopft - das war mir dann doch zu viel! 

 Wenn man schon in einer hügeligen Stadt ist muss man doch mal auch irgendwo rauf und runterschauen. Das gehört ja überall dazu. Dass der Sonnenuntergang aber so schön war, damit haben wir garnicht gerechnet. 
Am Bild oben Matt aus England, mit dem ich seit ca. einer Woche unterwegs bin, Sabrina aus der Schweiz, die ich in Huacachina kennengelernt hab und Lars aus Belgien, dem ich schon das dritte Mal einfach so begegnet bin. Wahnsinn wie schnell man Leute kennen lernt beim Reisen, mit denen man sich super gut versteht. 

 Toller Sonnenuntergang über Cusco

Aussicht auf den Plaza San Blas 


Nach einigen Tagen in Cusco dann endlich: MACHU PICCHU!!! Ursprünglich war das ja der Grund warum ich hier in Peru bin. Beim Planen der Reise immer wieder die Frage: Was willst du sehen? Und die erste Antwort war immer: Machu Picchu! Den Namen kennt jeder und jeder hat das typische Bild vor Augen. Und in Peru hört man den Namen auch überall. Jeder Backpacker war dort oder will hin. Aber mehr als den Namen wissen die meisten nicht. Ich hab also mal gegoogelt und fass mal zusammen für euch: Machu Picchu ist eine verlassene Inka-Stadt, die ca. 1450 gebaut worden ist. Dort sollen ca. 1000 Leute gelebt haben für ca. 300 Jahre. Danach soll nach einem Bürgerkrieg der König von dort abgesiedelt sein und somit auch seine Gefolgsleute. Die Stadt geriet in Vergessenheit. Erst 1911 wurde Machu Picchu offiziell wiederentdeckt. Die Ruinen sind sehr gut erhalten, man kann die einzelnen Häuser sehen und die Wasserleitungen, die vor hunderten Jahren gebaut wurden sind immer noch intakt. 

Die Anreise selbst war ein Abendteuer. Natürlich gibt es organisierte Tours von Cusco, aber die sind ja echt sauteuer (150 USD oder mehr). Also haben wir uns entschieden, das Ganze billiger zu gestalten. Also mit dem lokalen Bus und einem Taxi und dann noch zu Fuß. 


 Hier seht ihr eine Straße... Mitten am steilen Berg, ohne Leitschienen oder irgendeine Sicherung. Und rechts unten schon einige Windschutzscheiben, die da einfach nach Unfällen liegen gelassen wurden.. Gar nicht wenig...


 Die Anden :)

 Nach 7 Stunden Bus und Taxifahrt dann die letzte Etappe. Natürlich gibts dort einen Zug, der die letzten 10 Kilometer nach Aguas Calientes (dem Ort am Fuße des Machu Picchu) fährt - aber der kostet 30 USD... Und wenn schon der günstige Trip dann gscheit. Wir sind die Strecke dann einfach gewandert, den Bahngleisen entlang. 


 Und dann hat uns der Zug überholt :)

Wir haben die Nacht dann in Aguas Calientes verbracht und sind am nächsten Morgen ganz in der Früh rauf zu den Ruinen... Ich muss echt zugeben - ich war direkt nervös. Monatelang reisen und dann plötzlich das worauf ich mich die ganze Zeit gefreut habe. Wär ich nicht so müde von der Anreise gewesen, hätt ich sicher nicht schlafen können vor lauter aufgeregt sein.
Der Wecker hat um 4 Uhr geklingelt. Aufstehen, Frühstück und anstellen für die ersten Busse. Wir sind dann in den 5. reingekommen und waren um ca. 6 Uhr beim Machu Picchu. Pünktlich zum Sonnenaufgang. Und ab jetzt gibts nur mehr Bilder (sehr viele, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte und immer noch fasziniert bin).

 Sonnenaufgang über Machu Picchu




 Schnee im Hintergrund :) Den ersten den ich diesen Winter gesehen hab, hab mich echt gefreut und bin dafür sogar ein biscchen ausgelacht worden ("Die Österreicherin freut sich über Schnee" - KLAR!)
 An diesem Blick kann man sich einfach nicht satt sehen. Wir haben uns einfach hingesetzt und den Anblick genossen - ohne zu reden. Einfach nur schauen und genießen. 

 Gruppenbild mit den liebsten Leuten überhaupt. Sabrina (Schweiz), Matt (England) und Filipe (Brasilien) haben mit mir den Trip gemacht. So eine drei-Tages-Tour schweißt einen echt zusammen. Vor allem wenn man so etwas Einzigartiges zusammen erleben kann wie Machu Picchu. 


ein Selfie gibts natürlich auch


 Die Häuser sind immer noch sehr gut erhalten, samt Fenster und Türen. 

 Der Opferstein - hier wurden junge Mädchen an den Sonnengott geopfert.

 Und einfach wieder dieser Anblick!!!





 Die Inka-Brücke. Das Volk hat am Berg entlang mit Steinen eine Mauer gebaut, die als normaler Weg benutzt wurde. Diese Brücke diente dazu Feinden den Zutritt unmöglich zu machen. Einfach das Holzbrett weg und keiner kann mehr queren. 


 Was ich auch besonders gemocht hab, sind die Alpaka, die in diesem Gebiet leben. Die sind so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie einem einfach am Weg entgegenkommen und man ganz einfach mit ihnen Fotos machen kann. 



Die Terassen von Machu Picchu, diese Ansicht sieht man eigentlich nie. Das ist der Blick wenn man von der Stadt zurück blickt auf den Hügel, von dem die ganzen typischen Fotos gemacht werden. Das Gelände war größer als erwartet.

Und ein letztes Bild von Machu Picchu!!! Auf der Kamera hab ich sicher 100 von diesen. Trotzdem - immer wieder wahnsinnig schön. 


Insgesamt war Machu Picchu einfach wahnsinnig toll und beeindruckend. Die 19 Stunden, die wir für An- und Abreise aus und nach Cusco gebraucht haben waren's wirklich wert. Allein die Stimmung und die Atmosphäre dort mitten in den Anden, irgendwo im Nirgendwo, wo man sich echt schon denkt man ist am Ende der Welt... Und dann das! Es ist wirklich schwer dieses Gefühl zu beschreiben. Man sitzt einfach dort oben am Hügel, hat diese Inka-Stadt vor Augen und lässt die Gedanken schweifen. Wunderschön. 

Das einzig negative war, dass ich mich auf der Tour echt erkältet hab und seitdem mit schwerer Erkältung und leider sogar leichter Bronchitis im Bett liege. Die weiteren Pläne sind mal verschoben, bis es mir wieder besser geht. Sollt aber in zwei Tagen soweit sein, laut Arzt :)

Liebe Grüße aus Cusco :)

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