What happens in Vegas stays in Vegas.
Wärs nach mir gegangen, wer der Vegas Eintrag damit zu Ende, aber zu eurem Glück war Papa doch dafür, dass ich euch mehr schreibe. Dabei wärs anders doch lustiger gewesen… :)
Also.. Vegas. Gleich mal vorweg: wir hatten ja von Anfang an den Verdacht, dass sie Ami einfach spinnen und in Las Vegas hat sich dieser Verdacht zu hundert Prozent bestätigt. Was die da aufgebaut haben ist nicht normal. Allein die Menge an Themenhotels, die am Strip entlang stehen und von denen jedes ein eigenes riesen Casino hat.
Das New York New York - das riesige Hotel schaut aus wie die gesamte New Yorker Skyline - naja fast. Aber viele berühmte Gebäude aus NY sind dort zu einem Hotel gestaltet worden. Die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue stehen davor.Und als wär das noch nicht skurril genug haben die auch noch eine Achterbahn, die rund ums Hotel fährt.
Das Excalibur. Schaut aus wie ein Märchenschloss und von innen ist alles auf Ritter dekoriert. Die Türme, die man sieht, sind nur der Eingangsbereich!
Was noch nicht zu übersehen ist, ist die Menge an Spielautomaten. Nicht nur in den Casinos, in denen man sie sowieso erwartet, sondern auch an Orten wie der Tankstelle. Wir wollte uns Wasser kaufen, gehen in die Tankstelle gleich neben unsrem Hotel und dann stehen dort 6 einarmige Banditen drin… Wie gesagt: die spinnen!
Gleich am ersten Abend haben wir a Tour gemacht mit der Reiseleiterin. Sowas mögen wir gern und melden uns für alle geführten Stadttouren an, die angeboten werden. Die Reiseleiterin weiß einfach immer am besten wo was los ist und was man sehen muss. Sie hat uns gleich am Anfang den tanzenden Brunnen vom Bellagio-Hotel gezeigt, der jede halbe Stunde zu einer anderen Musik tanzt.
Danach noch das Caesar’s Palace und das Venetian- Hotel von innen. Das war auch ein Must-See… Nochmal aus der Kategorie „die-spinnen“: in den beiden Hotels sind italienische Einkaufsstraßen nachgebaut, mit Kopfsteinplaster und Abenddämmerung-Decke. Die Dimensionen sind so riesig, dass man echt vergisst, das man eigentlich in einem Hotel ist. Sogar der Trevi Brunnen steht im Caesar’s Palace und im Venetian ist der Canale Grande nachgebaut, auf dem man doch tatsächlich mit Gondeln fahren kann. Und wenn man dem Gondoliere noch 50$ extra gibt singt er auch noch O sole mio für einen…
Vorm Mirage-Hotel gibt’s einen Vulkan, der ausbricht sobald es dunkel wird. Gemeinsam mit hunderten anderen Leuten haben wir uns den auch angesehen. Echt eine gute Show- mit vielen Feuer-Effekten, damits in der Hitze noch wärmer wird!
Der Abschluss der Abendtour führte uns vorbei an jeder Menge Wedding Chapels in die Fremont Street. Laut unserer Reiseleiterin ist das der Ort, wie die Sünden passieren, die dann besser in Vegas bleiben. Die Fremont Street ist eine überdachte Straße, mit jeder Menge Pubs und Lokalen ein bisschen außerhalb vom Strip. Dort gibt’s zu jeder Stunde auch eine Lichtershow. Die die wir gesehen haben war zur Musik von den Imagine Dragons – auf der Leinwand, oder was auch immer das war, das über die Straße gespannt war. Sicher hundert Meter lang. Die Show dauerte sicher 7-8 Minuten und war wahnsinnig gut. Währenddessen sah man hunderte Köpfe nach oben schauen und danach tat jeder so als wär nix gewesen, kein Applaus und nix. Dort gabs natürlich einen leckeren Cocktail und weil in Amerika alles größer und toller ist, gabs a riesiges Glas, wo sicher 3 normale Cocktails Platz hatten. Man ist ja nur einmal in Vegas :)
Nachdem der Abend ruhig am Pool, mit den Mitreisenden und noch einem Cocktails ausgeklungen ist, hatten wir den nächsten Tag zur freien Verfügung. Am meisten freute ich mich aufs Ausschlafen! Aber Papa ist ja Frühaufsteher, was heißt, dass wir wieder um 8 aufgestanden sind – aber immerhin ist das später als sonst immer.
Unser erstes Ziel war ganz klar: rauf aufs Stratosphere. Wieder ein Hotel, das wie ein spitzer Turm aussieht. Dort oben gibt’s einen kleinen Vergnügungsparauf 300 Metern Höhe. Vielleicht wiederhol ich mich aber: die spinnen!! Papa und ich natürlich gleich rauf und mit allem gefahren
Dieses Ding schwingt nach draußen, neben das Gebäude sozusagen. Da hängt man 300 Meter über der Stadt! Dann hats sichs noch gedreht, was nicht so schlimm war eigentlich. Aber die Höhe machts schon arg!
X-Screm heißt dieses Gefährt. Man sitzt in der Rakete da drin, Papa und ich natürlich ganz vorne :) Hinten gebts einen dann auf und man rast auf den Abrund zu - wieder 300 Meter hoch. Kurz bevor man sich seines Todes sicher ist und man wirklich fest dran glaubt, dass das Gefährt dieses eine Mal nicht abbremst und man samt den anderen Insassen vom Stratosphere Tower runterkracht, bremst das Ding so schnell, dass einem kurz die Luft wegbleibt. 4 Mal das Ganze und jedes Mal kommts einem noch schlimmer vor.
Das hingegen war cool. Ganz oben kam man bis auf 350 Meter Höhe und die Aussicht über Vegas war super. Diesen Ride konnten wir endlich so richtig genießen ohne Todesängste zu leiden.
Ich glaub Mama hat am meisten Spaß beim Zuschauen gehabt. Die Dinger sind echt allein wegen ihrer Höhe ganz arg.
Weiter gings dann damit, dass wir uns das Bellagio-Hotel von innen angeschaut haben, dass ganz viel Blumendeko im Innenhof hatte. Wirklich jedes Hotel hat etwas, das es besonders macht. Vor allem Mama hats hier wirklich gut gefallen. Dann haben wir uns gleich auf den Heimeg gemacht, mit kurzem Abstecher ins New York New York. Um dreiviertel 5 startete nämlich gleich das nächste Highlight. Der Abendplan war die Show von Cirque du Soleil. 12 Leute vom Bus hatten das geplant und einer hatte die Idee: warum fahren wir nicht mit der Limo statt mit dem Taxi? – Gesagt, getan.
In der Limo wars dann nicht so prickelnd wie erwartet. Es war heiß, weil die Klima einfach nicht in der Lage war den langen Schlitten zu kühlen, es gab nur Wasser und die Fahrt dauerte statt 60 nur 35 Minuten. Aber naja. Hat auch gepasst. Die Show war dann dafür super. Die Akrobatik, die Musik, die Kostüme – echt schön.
Achja – natürlich haben wir auch gespielt in Vegas. Zugegeben – die Spielerkarriere war nicht lang. Wir haben uns zum einarmigen Banditen gesetzt und 5$ reingeschmissen. Natürlich haben wir zu spät gecheckt, dass der pro einmal raufdrücken 1,50$ schluckt. Die 5$ waren also viel schneller weg als erwartet. Haha.. Das wars mit unsrer Spielerkarriere.
Insgesamt sind 2 Tage für Vegas in meinen Augen zu kurz. Es gibt so viel zu sehen, so viele Hotels, die man sich noch hätte anschauen können, viele Shows und viele Leute. Wie zum Beispiel diesen nicht mehr ganz so frischen Elvis :)
Zu schnell gings also am nächsten Tag schon wieder weiter für uns nach Fresno.
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