Montag, 20. Juli 2015

Colombia - Bogotá

Erste Station wie schon erzählt auf der Südamerika Tour - Bogotá.

Die Reise dorthin war lang und mit vielen vielen Stationen. Aber normalerweise vergess ich so einen Langstreckenflug eh relativ bald nachdem ich aus dem Flieger gestiegen bin.
Erste Station - München; von Salzburg mit dem Fernbus - der um einiges billiger ist als der Zug nach München.. Und wie es so ist auf einer Reise passieren immer wieder Dinge, mit denen man nicht rechnet. Zum Beispiel, dass man in einem Bus in München, der von Salzburg kommt vorm Bahnhof, bevor man aussteigt ca. 15 Minuten von der Polizei angehalten wird und die Pässe und das ganze Gepäck kontrolliert wird.

Aber ja, dann gut in München angekommen; Hotel auf Anhieb gefunden und dann den Nachmittag dann mit etwas herumspazieren verbracht. Hat sich irgendwie noch nicht so ganz wie der Start einer Reise angefühlt - normalerweise ändert sich da zumindest die Währung oder die Sprache.. Aber war definitiv ein guter Anfang :) München selbst; das Zentrum rund um den Marienplatz mit Viktualienmarkt ist zwar echt touristisch, aber trotzdem wert einmal durchzuspazieren. :)
Ich mag ja die Geschichten "Die Welt ist so klein" echt gern und normalerweise erlebt man das ja auf einer Reise sicher in irgendeiner Form.. aber dass es gleich am ersten Tag nach ein paar Stunden passiert, dass ich jemanden treffe den ich kenn; damit hätte ich nicht gerechnet. :) Aber im Hofbräuhaus findet man vermutlich auch vorwiegend Touristen.



Nach einigen Stunden im Flugzeug dann endlich in Bogotá angekommen und mit einem weiteren Stempel im Reisepass (da freu ich mich immer sehr ;) sind wir dann in die Gegend La Candelaria. Von vielen Seiten hab ich ja vor Abreise gehört, dass Kolumbien und eben auch Bogotá so gefährlich sind und dass ich unbedingt aufpassen sollt. Erster Eindruck dahingehend: Naaja.. Ich hab mich in den zwei Tagen, die wir dort waren nicht wirklich unsicher gefühlt muss ich sagen. Natürlich passt man nach solchen Geschichten besonders auf etc. aber es war (Gott sei Dank) kein Moment dabei, in dem ich mich unwohl gefühlt hätte. Kann aber auch daran liegen, dass die Polizeipräsenz in Bogotá echt groß ist! Man sieht an ca. jeder zweiten Ecke ein paar Polizisten bzw. Militär, oftmals mit Hunden. Immer mal wieder fahren Polizeiautos vorbei - also es ist sicher was wahres an den Geschichten dran.

Am ersten Abend ist mir dann bewusst geworden, dass ich mit meinen spanischen Wörtern noch nicht wirklich weit komme - bei Fragen von Einheimischen brauch ich einmal ca. 2 Sekunden bis ich die Wörter die mir entgegengeworfen werden verarbeitet habe, danach entscheidet sich - kenn ich welche von den Wörtern und wenn ja - wie antworte ich da jetzt drauf. Das muss noch besser werden! ;)

Dank Jetlag (aktuell sind es 7 Stunden Zeitunterschied) ist aus dem Abendessen und dem Willkommensbier ein relativ kurzes Vergnügen geworden. Um ca. 19 Uhr hätte man mit mir nichts mehr anderes anfangen können als mir irgendwo ein Bett zu organisieren. Dafür war ich dann um halb 5 Uhr früh putzmunter! ;) Das hat sich aber dann am dritten Tag gelegt und mittlerweile bin ich in der südamerikanischen Zeit angekommen.

In Südamerika selbst noch immer nicht so wirklich - die großen Städte sind nie so wirklich ausschlaggebend und man kann da meistens nie darauf schließen, wie es dann am Land ist - deshalb freu ich mich da schon drauf - und da fühlt es sich dann auch hoffentlich an wie ein anderer Kontinent ;)

einige der typischen Straßen in der Gegend Candelaria


Was mir auch aufgefallen ist: Bogotá ist voll mit Graffitis, was die Stadt irgendwie gleich um einiges cooler macht, als nur graue Mauern. Die Häuser in La Candelaria sind im Kolonialstil gebaut, und es gibt viele viele kleine engen Gassen! Aber wird anscheinend noch viel besser in einigen anderen Städten! :) Worauf definitiv aufzupassen ist, sind die vielen Löcher auf den Gehsteigen.. Vor allem bei Kanaldeckel und Stromkastenabdeckungen am Boden fehlen nämlich ganz oft die Deckel, weil die aufgrund des Materialwertes gestohlen werden. Und so alle 15 m tut sich deshalb also ein recht großes Loch auf.. Und so ca. überall dazwischen gibt's ein Hundehäufchen, auf das man aufpassen muss. Die Spaziergänge haben sich also irgendwie so angefühlt wie Hindernisläufe! ;)

Programm für den ersten Tag: Goldmuseum - schließlich muss man ja auch ein bisschen was von der Geschichte mitnehmen; und dann auf den Aussichtsberg Montserrat. An und für sich wollten wir dort hinauf zu Fuß gehen; auch wenn das sicher unglaublich anstrengend geworden wäre - Bogotá liegt auf über 2.500 m und mit knapp 600 m Höhenunterschied auf den Aussichtsberg - 3.152m - wäre das sicher nicht so ohne gewesen. Den Höhenunterschied zu zu Hause spürt man vor allem beim bergauf gehen. Da bin ich sicher um einiges langsamer als zu Hause!

Von Montserrat aus gab's dann einen Ausblick in Richtung Südosten und da ist mir dann erst aufgefallen, wie groß die Stadt eigentlich ist. In dem Viertel Candelaria hatten wir so gar nicht das Gefühl - da konnte man einfach so über die Straße gehen, ohne auf eine Ampel warten zu müssen und generell war irgendwie nicht so viel los, wie man von einer Großtstadt und dem Touristenviertel dort erwarten würde. Aber Bogotá von oben: gute Wahl. :) Vor allem, weil es halt überall von Bergen umrundet ist und es mir da dann halt erst bewusst geworden ist, wie hoch ich eigentlich bin. ;)

Aussicht vom Montserrat auf Bogotá 




Erster Eindruck von Bogotá: (bzw. halt immer von dem Viertel) überraschend nett. :)

Nach zwei Tagen in Bogotá haben wir dann aber einen Flug für den nächsten Tag gebucht und erkunden jetzt erstmal Ecuador, bevor es dann in knapp 3 Wochen wieder zurück nach Kolumbien geht.

- Also, ich bin wieder gut angekommen und hab schon die ersten paar Tage gut hinter mir ;)

bis bald.

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