Am Sonntag ging es dann endlich nach San Francisco. Auf die Stadt haben wir uns 3 schon sehr gefreut. Beim Reinfahren in die Stadt über die Bay Bridge hat die Reiseleiterin „If you`re going to San Fancisco“ gespielt - das mit den Blumen im Haar. Das war die perfekte Einstimmung in die tolle Stadt. Der Sonntag war durchgeplant mit 2 Touren, die von der Reiseagentur angeboten hat. Und weil wir brave Touristen sind haben wir uns natürlich gleich für beide angemeldet.
Also sind wir an diesem Tag über die Golden Gate Bridge spaziert (die is viel länger als erwartet, da geht man fast eine Stunde bis man drüber is). Sehr beeindruckend, schließlich ist das genau das worauf man wartet, wenn man nach San Francisco kommt.
Danach gings nach Sausalito, eine kleine Stadt gleich neben San Francisco. Dort gabs neben einem schönen Pier und netten Geschäften auch einen super süßen Papagei. Sein Besitzer hat mich gesehen, wie ich den Papagei angestarrt hab und ist gleich zu mir gekommen, hat mir den Vogel auf den Arm gesetzt und dann mit Kunststücken mit mir angefangen. Gesagt hat er kein Wort nur meine Arme bewegt und der Vogel hat den Rest gemacht. Rauf und runter-geklettert, ich hab ihn streicheln können und als Abschluss hat mir der Papagei noch ein Bussi gegeben J Dafür hab ich ein Stück vom Papageien-Futter zwischen die Lippen nehmen müssen und ich hab echt Angst gehabt, dass mir der Vogel jetzt gleich den halben Mund wegbeißt. Aber das ist nicht passiert und dann fand ich ihn noch süßer
Mit der Fähre sind wir dann wieder nach San Francisco gefahren. Die Stadt vom Wasser zu sehen war nochmal ganz was anderes und echt beeindruckend.
Die Abendtour startete mit einer Fahrt mit der Cable Car. Ab sofort ist das unser Lieblings-Fortbewegungsmittel! Die Cable Car fährt viel schneller als erwartet und durch das ständige auf und ab in der Stadt ist das echt lustig. Der Fahrer hat uns gleich aufgefordert uns rauszulehnen, obwohl das ja offiziell verboten ist. Das ist echt lustig – vor allem mit der halben Reisegruppe, die sich da alle rausgelehnt haben. Man kann da gar nicht anders als laut zu lachen.
So weit rauslehnen wie möglich, da wirds manchmal knapp mit den vorbeifahrenden Autos :)
Wir sind durch China Town gegangen und anschließend zum Pier gegangen zum Abendessen. Als Abschluss hat uns der Bus noch nach Treasure Island gebracht, die kleine Insel, die neben San Francisco liegt. Von dort haben wir einen tollen Blick auf die Stadt gehabt und weils schon dunkel war, war das nochmal ganz anders.
Chinatown
Bay Bridge bei Nacht
wunderschöner Ausblick von Treasure Island auf San Francisco
Der Montag stand uns zur freien Verfügung. Ist auch mal schön, nach so vielen Tagen voller Programm. Wir sind gleich wieder Cable Car gefahren, weil so toll ist J Erstes Ziel war die Lombard Street, die echt cool ist, weil sie so steil ist und voller engster Kurven und riesigen Blumen. Nicht umsonst eine der berühmtesten Straßen der Welt.
Als wir dann zum Pier gefahren sind hab ich mir vorgenommen einen letzten Versuch zu starten um Tickets für Alcatraz zu bekommen. Das ist nämlich echt nicht einfach. Vor 4 Wochen hab ich schon versucht übers Internet Tickets zu bekommen. Normalerweise liest man überall, dass es locker reicht, wenn man eine Woche vorher Tickets reserviert… Haha! Alles ausverkauft. Sogar alle Combo-Tours. Hab sogar die Reiseagentur angeschrieben und im Hotel gefragt… Alles ausverkauft. Aber, weil die Hoffnung ja zuletzt stirbt bin ich noch schnell zu einem kleinen Tour-Straßenstand gegangen und hab den Typ dort gefragt ob er zufällig noch Tickets hat. Und er: ja!
Waaaas? Echt? Hab mich echt gefreut. Die Tickets mussten wir zwar in Kombination mit einer Bootstour kaufen aber egal, die machen wir hald dann auch noch.
Alcatraz war echt beeindruckend. Obwohl die Insel nur knapp 30 Jahre als Gefängnis benutzt wurde, sieht man die Spuren noch ganz deutlich. Die Audio-Tour, die dort angeboten wird ist vielfach ausgezeichnet worden und das ist echt nachvollziehbar. Ehemalige Wärter und Häftlinge berichten wie es damals war und die eingespielten Hintergrundgeräusche lässt einem echt manchmal die Gänsehaut aufsteigen. Wenn man davorsteht vor einer Isolationszelle zum Beispiel und dann von einem Häftling hört wie das damals war… echt grausig – aber sehr spannend die ganze Tour.
Ausbruchszelle. 3 Gefangene haben mit Löffeln die Rückwnad ihrer Zellen aufgeschabt - sieht Loch hinten - und aus Seife, Zement und Farbe falsche Köpfe gemacht um die Wärter abzulenken. Über den Versorgungstrakt sind sie bis aufs Dach gekommen. Von da weg fehlte jede Spur der 3. Man vermutet, dass sie ertrunken sind als sie ans Festland schwimmen wollten - Leichen wurden aber nie gefunden.
3 Stöcke mit links und rechts Zellen. Jede Zelle ist nur 1,50 x 2,70 x 2,70 Meter groß! Keinerlei Privatsphäre und null Platz..
Wir waren übrigens die einzigen der Busrunde, die Tickets ergattern konnten und alle waren neidisch. Das hats nochmal schöner gemacht. Haha…
Die Bustour nachher war auch nett, die Golden Gate Bridge haben wir so nochmal aus einem anderen Winkel gesehen.
Am Abend sind wir dann noch ins Leopold`s gegangen. Das ist ein österreichisches Gasthaus, das 2 Tamsweger vor knapp 5 Jahren in San Francisco eröffnet haben. Die Chefs waren leider nicht da, aber auch so wars toll dort drin. Wie daheim in einem alten Wirtshaus. Überall Bilder aus Österreich und zum echt guten Schnitzel gabs ein Stiegl dazu und das schmeckt so weit weg von zu Haus noch ein bisschen besser als daheim.
Dienstag früh gings dann leider schon wieder weiter Richtung Süden. Der Abschied von San Francisco fiel uns allen ein bisschen schwer. Die Stadt hat so viel Charme und Flair und wir haben uns von Anfang an wohl gefühlt. Und weg von San Francisco heißt gleichzeitig auch, dass die Rundreise fast vorbei ist. Am Mittwoch-Abend sind wir schon wieder in Los Angeles. Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht.
Bald meld ich mich wieder mit News aus Los Angeles und San Diego - das ist nämlich der nächste Plan!
Bald meld ich mich wieder mit News aus Los Angeles und San Diego - das ist nämlich der nächste Plan!















