Dienstag, 28. Juli 2015

USA - San Francisco




Am Sonntag ging es dann endlich nach San Francisco. Auf die Stadt haben wir uns 3 schon sehr gefreut. Beim Reinfahren in die Stadt über die Bay Bridge hat die Reiseleiterin „If you`re going to San Fancisco“ gespielt - das mit den Blumen im Haar. Das war die perfekte Einstimmung in die tolle Stadt. Der Sonntag war durchgeplant mit 2 Touren, die von der Reiseagentur angeboten hat. Und weil wir brave Touristen sind haben wir uns natürlich gleich für beide angemeldet. 

Also sind wir an diesem Tag über die Golden Gate Bridge spaziert (die is viel länger als erwartet, da geht man fast eine Stunde bis man drüber is). Sehr beeindruckend, schließlich ist das genau das worauf man wartet, wenn man nach San Francisco kommt. 





Danach gings nach Sausalito, eine kleine Stadt gleich neben San Francisco. Dort gabs neben einem schönen Pier und netten Geschäften auch einen super süßen Papagei. Sein Besitzer hat mich gesehen, wie ich den Papagei angestarrt hab und ist gleich zu mir gekommen, hat mir den Vogel auf den Arm gesetzt und dann mit Kunststücken mit mir angefangen. Gesagt hat er kein Wort nur meine Arme bewegt und der Vogel hat den Rest gemacht. Rauf und runter-geklettert, ich hab ihn streicheln können und als Abschluss hat mir der Papagei noch ein Bussi gegeben J Dafür hab ich ein Stück  vom Papageien-Futter zwischen die Lippen nehmen müssen und ich hab echt Angst gehabt, dass mir der Vogel jetzt gleich den halben Mund wegbeißt. Aber das ist nicht passiert und dann fand ich ihn noch süßer 


Mit der Fähre sind wir dann wieder nach San Francisco gefahren. Die Stadt vom Wasser zu sehen war nochmal ganz was anderes und echt beeindruckend. 


Die Abendtour startete mit einer Fahrt mit der Cable Car. Ab sofort ist das unser Lieblings-Fortbewegungsmittel! Die Cable Car fährt viel schneller als erwartet und durch das ständige auf und ab in der Stadt ist das echt lustig. Der Fahrer hat uns gleich aufgefordert uns rauszulehnen, obwohl das ja offiziell verboten ist. Das ist echt lustig – vor allem mit der halben Reisegruppe, die sich da alle rausgelehnt haben. Man kann da gar nicht anders als laut zu lachen. 

 So weit rauslehnen wie möglich, da wirds manchmal knapp mit den vorbeifahrenden Autos :)

Wir sind durch China Town gegangen und anschließend zum Pier gegangen zum Abendessen. Als Abschluss hat uns der Bus noch nach Treasure Island gebracht, die kleine Insel, die neben San Francisco liegt. Von dort haben wir einen tollen Blick auf die Stadt gehabt und weils schon dunkel war, war das nochmal ganz anders.

Chinatown
 
 Bay Bridge bei Nacht
 wunderschöner Ausblick von Treasure Island auf San Francisco

Der Montag stand uns zur freien Verfügung. Ist auch mal schön, nach so vielen Tagen voller Programm. Wir sind gleich wieder Cable Car gefahren, weil so toll ist J Erstes Ziel war die Lombard Street, die echt cool ist, weil sie so steil ist und voller engster Kurven und riesigen Blumen. Nicht umsonst eine der berühmtesten Straßen der Welt. 


Als wir dann zum Pier gefahren sind hab ich mir vorgenommen einen letzten Versuch zu starten um Tickets für Alcatraz zu bekommen. Das ist nämlich echt nicht einfach. Vor 4 Wochen hab ich schon versucht übers Internet Tickets zu bekommen. Normalerweise liest man überall, dass es locker reicht, wenn man eine Woche vorher Tickets reserviert… Haha! Alles ausverkauft. Sogar alle Combo-Tours. Hab sogar die Reiseagentur angeschrieben und im Hotel gefragt… Alles ausverkauft. Aber, weil die Hoffnung ja zuletzt stirbt bin ich noch schnell zu einem kleinen Tour-Straßenstand gegangen und hab den Typ dort gefragt ob er zufällig noch Tickets hat. Und er: ja! 
Waaaas? Echt? Hab mich echt gefreut. Die Tickets mussten wir zwar in Kombination mit einer Bootstour kaufen aber egal, die machen wir hald dann auch noch. 
Alcatraz war echt beeindruckend. Obwohl die Insel nur knapp 30 Jahre als Gefängnis benutzt wurde, sieht man die Spuren noch ganz deutlich. Die Audio-Tour, die dort angeboten wird ist vielfach ausgezeichnet worden und das ist echt nachvollziehbar. Ehemalige Wärter und Häftlinge berichten wie es damals war und die eingespielten Hintergrundgeräusche lässt einem echt manchmal die Gänsehaut aufsteigen. Wenn man davorsteht vor einer Isolationszelle zum Beispiel und dann von einem Häftling hört wie das damals war… echt grausig – aber sehr spannend die ganze Tour.


 Ausbruchszelle. 3 Gefangene haben mit Löffeln die Rückwnad ihrer Zellen aufgeschabt - sieht Loch hinten - und aus Seife, Zement und Farbe falsche Köpfe gemacht um die Wärter abzulenken. Über den Versorgungstrakt sind sie bis aufs Dach gekommen. Von da weg fehlte jede Spur der 3. Man vermutet, dass sie ertrunken sind als sie ans Festland schwimmen wollten - Leichen wurden aber nie gefunden.

 3 Stöcke mit links und rechts Zellen. Jede Zelle ist nur 1,50 x 2,70 x 2,70 Meter groß! Keinerlei Privatsphäre und null Platz.. 

Wir waren übrigens die einzigen der Busrunde, die Tickets ergattern konnten und alle waren neidisch. Das hats nochmal schöner gemacht. Haha… 


Die Bustour nachher war auch nett, die Golden Gate Bridge haben wir so nochmal aus einem anderen Winkel gesehen.


Am Pier 39 gibts außderm super süße Robben, die da den ganzen Tag herumliegen und garnichts machen. 
 

Am Abend sind wir dann noch ins Leopold`s gegangen. Das ist ein österreichisches Gasthaus, das 2 Tamsweger vor knapp 5 Jahren in San Francisco eröffnet haben. Die Chefs waren leider nicht da, aber auch so wars toll dort drin. Wie daheim in einem alten Wirtshaus. Überall Bilder aus Österreich und zum echt guten Schnitzel gabs ein Stiegl dazu und das schmeckt so weit weg von zu Haus noch ein bisschen besser als daheim.

Dienstag früh gings dann leider schon wieder weiter Richtung Süden. Der Abschied von San Francisco fiel uns allen ein bisschen schwer. Die Stadt hat so viel Charme und Flair und wir haben uns von Anfang an wohl gefühlt. Und weg von San Francisco  heißt gleichzeitig auch, dass die Rundreise fast vorbei ist. Am Mittwoch-Abend sind wir schon wieder in Los Angeles. Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. 

Bald meld ich mich wieder mit News aus Los Angeles und San Diego - das ist nämlich der nächste Plan! 

USA - Yosemite Tal und Sacramento

Von Fresno kamen wir nach Sacramento. Fresno und der Weg sind nicht wirklich spektakulär. Wir haben eine Borax-Miene gesehen und das Yosemite Tal. Der Yosemite Nationalpark ist zwar sehr berühmt und auch schön, aber ehrlich gesagt für uns jetzt nichts Besonderes. Viel Bäume und viel Felsen. Wie daheim… Klar, die Bäume sind höher und die Felsen auch, umgehaut hats uns aber nicht.


Die Yosemite Falls - die haben eine Fallhöhe von mehr als 740 Metern! Das war selbst für uns Gebirgler beeindruckend :)

Sacramento hingegen ist echt schön, dort hats uns gefallen. Das Kapitol schaut aus wie das in Washington DC und die Altstadt ist auch schön. Ganz anders zwar wie europäische Altstädte, aber das haben wir schon erwartet.

 Kapitol von Sacramento

 
 Altstadt von Sacramento

Und natürlich spinnen die Leute auch in der Hauptstadt. Dieser Herr fährt mit seinem Vogel spazieren.


Der Kurzbesuch in Sacramento war cool. Obwohl Samstag war war nichts los in der Stadt. Laut Reiseleiterin ist das so, weil alle Regierungsmitglieder am Wochenende nach Hause fahren und die Stadt sonst nicht so viel hergibt. In der Innenstadt zum Beispiel gibts auch nicht viele Einkaufsmöglichkeiten, da ist alles nur voll mit Verwaltungsgebäuden.

Von Arni gibts in der Stadt nur noch einen großen Bären, der im Kapitol steht. Den hat er damals geschenkt bekommen als er Gouverneur wurde :)

USA - Las Vegas

What happens in Vegas stays in Vegas.


Wärs nach mir gegangen, wer der Vegas Eintrag damit zu Ende, aber zu eurem Glück war Papa doch dafür, dass ich euch mehr schreibe. Dabei wärs anders doch lustiger gewesen… :)

Also.. Vegas. Gleich mal vorweg: wir hatten ja von Anfang an den Verdacht, dass sie Ami einfach spinnen und in Las Vegas hat sich dieser Verdacht zu hundert Prozent bestätigt. Was die da aufgebaut haben ist nicht normal. Allein die Menge an Themenhotels, die am Strip entlang stehen und von denen jedes ein eigenes riesen Casino hat.

Das New York New York - das riesige Hotel schaut aus wie die gesamte New Yorker Skyline - naja fast. Aber viele berühmte Gebäude aus NY sind dort zu einem Hotel gestaltet worden. Die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue stehen davor.Und als wär das noch nicht skurril genug haben die auch noch eine Achterbahn, die rund ums Hotel fährt.


Das Excalibur. Schaut aus wie ein Märchenschloss und von innen ist alles auf Ritter dekoriert. Die Türme, die man sieht, sind nur der Eingangsbereich!


Was noch nicht zu übersehen ist, ist die Menge an Spielautomaten. Nicht nur in den Casinos, in denen man sie sowieso erwartet, sondern auch an Orten wie der Tankstelle. Wir wollte uns Wasser kaufen, gehen in die Tankstelle gleich neben unsrem Hotel und dann stehen dort 6 einarmige Banditen drin… Wie gesagt: die spinnen!

Gleich am ersten Abend haben wir a Tour gemacht mit der Reiseleiterin. Sowas mögen wir gern und melden uns für alle geführten Stadttouren an, die angeboten werden. Die Reiseleiterin weiß einfach immer am besten wo was los ist und was man sehen muss. Sie hat uns gleich am Anfang den tanzenden Brunnen vom Bellagio-Hotel gezeigt, der jede halbe Stunde zu einer anderen Musik tanzt.


Danach noch das Caesar’s Palace und das Venetian- Hotel von innen. Das war auch ein Must-See… Nochmal aus der Kategorie „die-spinnen“: in den beiden Hotels sind italienische Einkaufsstraßen nachgebaut, mit Kopfsteinplaster und Abenddämmerung-Decke. Die Dimensionen sind so riesig, dass man echt vergisst, das man eigentlich in einem Hotel ist. Sogar der Trevi Brunnen steht im Caesar’s Palace und im Venetian ist der Canale Grande nachgebaut, auf dem man doch tatsächlich mit Gondeln fahren kann. Und wenn man dem Gondoliere noch 50$ extra gibt singt er auch noch O sole mio für einen…



Vorm Mirage-Hotel gibt’s einen Vulkan, der ausbricht sobald es dunkel wird. Gemeinsam mit hunderten anderen Leuten haben wir uns den auch angesehen. Echt eine gute Show- mit vielen Feuer-Effekten, damits in der Hitze noch wärmer wird!


Der Abschluss der Abendtour führte uns vorbei an jeder Menge Wedding Chapels in die Fremont Street. Laut unserer Reiseleiterin ist das der Ort, wie die Sünden passieren, die dann besser in Vegas bleiben. Die Fremont Street ist eine überdachte Straße, mit jeder Menge Pubs und Lokalen ein bisschen außerhalb vom Strip. Dort gibt’s zu jeder Stunde auch eine Lichtershow. Die die wir gesehen haben war zur Musik von den Imagine Dragons – auf der Leinwand, oder was auch immer das war, das über die Straße gespannt war. Sicher hundert Meter lang. Die Show dauerte sicher 7-8 Minuten und war wahnsinnig gut. Währenddessen sah man hunderte Köpfe nach oben schauen und danach tat jeder so als wär nix gewesen, kein Applaus und nix. Dort gabs natürlich einen leckeren Cocktail und weil in Amerika alles größer und toller ist, gabs a riesiges Glas, wo sicher 3 normale Cocktails Platz hatten. Man ist ja nur einmal in Vegas :)




Nachdem der Abend ruhig am Pool, mit den Mitreisenden und noch einem Cocktails ausgeklungen ist, hatten wir den nächsten Tag zur freien Verfügung. Am meisten freute ich mich aufs Ausschlafen! Aber Papa ist ja Frühaufsteher, was heißt, dass wir wieder um 8 aufgestanden sind – aber immerhin ist das später als sonst immer.

Unser erstes Ziel war ganz klar: rauf aufs Stratosphere. Wieder ein Hotel, das wie ein spitzer Turm aussieht. Dort oben gibt’s einen kleinen Vergnügungsparauf 300 Metern Höhe. Vielleicht wiederhol ich mich aber: die spinnen!! Papa und ich natürlich gleich rauf und mit allem gefahren

Dieses Ding schwingt nach draußen, neben das Gebäude sozusagen. Da hängt man 300 Meter über der Stadt! Dann hats sichs noch gedreht, was nicht so schlimm war eigentlich. Aber die Höhe machts schon arg!

X-Screm heißt dieses Gefährt. Man sitzt in der Rakete da drin, Papa und ich natürlich ganz vorne :) Hinten gebts einen dann auf und man rast auf den Abrund zu - wieder 300 Meter hoch. Kurz bevor man sich seines Todes sicher ist und man wirklich fest dran glaubt, dass das Gefährt dieses eine Mal nicht abbremst und man samt den anderen Insassen vom Stratosphere Tower runterkracht, bremst das Ding so schnell, dass einem kurz die Luft wegbleibt. 4 Mal das Ganze und jedes Mal kommts einem noch schlimmer vor.

Das hingegen war cool. Ganz oben kam man bis auf 350 Meter Höhe und die Aussicht über Vegas war super. Diesen Ride konnten wir endlich so richtig genießen ohne Todesängste zu leiden.

Ich glaub Mama hat am meisten Spaß beim Zuschauen gehabt. Die Dinger sind echt allein wegen ihrer Höhe ganz arg.
Weiter gings dann damit, dass wir uns das Bellagio-Hotel von innen angeschaut haben, dass ganz viel Blumendeko im Innenhof hatte. Wirklich jedes Hotel hat etwas, das es besonders macht. Vor allem Mama hats hier wirklich gut gefallen. Dann haben wir uns gleich auf den Heimeg gemacht, mit kurzem Abstecher ins New York New York. Um dreiviertel 5 startete nämlich gleich das nächste Highlight. Der Abendplan war die Show von Cirque du Soleil. 12 Leute vom Bus hatten das geplant und einer hatte die Idee: warum fahren wir nicht mit der Limo statt mit dem Taxi? – Gesagt, getan.


In der Limo wars dann nicht so prickelnd wie erwartet. Es war heiß, weil die Klima einfach nicht in der Lage war den langen Schlitten zu kühlen, es gab nur Wasser und die Fahrt dauerte statt 60 nur 35 Minuten. Aber naja. Hat auch gepasst. Die Show war dann dafür super. Die Akrobatik, die Musik, die Kostüme – echt schön.
Achja – natürlich haben wir auch gespielt in Vegas. Zugegeben – die Spielerkarriere war nicht lang. Wir haben uns zum einarmigen Banditen gesetzt und 5$ reingeschmissen. Natürlich haben wir zu spät gecheckt, dass der pro einmal raufdrücken 1,50$ schluckt. Die 5$ waren also viel schneller weg als erwartet. Haha.. Das wars mit unsrer Spielerkarriere.

Insgesamt sind 2 Tage für Vegas in meinen Augen zu kurz. Es gibt so viel zu sehen, so viele Hotels, die man sich noch hätte anschauen können, viele Shows und viele Leute. Wie zum Beispiel diesen nicht mehr ganz so frischen Elvis :)


Zu schnell gings also am nächsten Tag schon wieder weiter für uns nach Fresno.

USA - Valley of Fire

Hallo :)

Die letzten Tagen ist wieder viel passiert und ich hab wieder viele News. Ich fang mit dem Valley of Fire an.

Dort haben wir nur einen kleinen Zwischenstopp am Weg nach Las Vegas gemacht. Das wars aber auf jeden Fall wert. Die leuchtend roten Felsformationen waren sehr beeindruckend um stabil genug um darauf herumzuklettern. Als Österreicher haben wir das natürlich gleich gemacht – zum Erstaunen der deutschen Mitreisenden, die sich ja auch schon im Joshua Tree NP über uns gewundert haben. Wir hatten auch noch Sandalen an und keine festen Turnschuhe wie die anderen – vielleicht war das der Grund, warum sie sich so gewundert haben… Aber wir sind ja geländegängig

Riesige Felsformationen in feuerrot

Auffi auf jeden Felsen :)

Als Abhschluss der Nationalparks war das Valley of Fire wirklich gut gewählt. Aber jetzt wirds Zeit, dass wir wieder in eine Stadt kommen!

Samstag, 25. Juli 2015

Ecuador - still in Baños

Der zweite Tag in Baños war also leider komplett verregnet und wir hatten dann für Tag drei schon geplant bei schlechtem Wetter direkt weiter Richtung Süden zu fahren;
In der Früh war es dann aber doch um einiges heller als am Vortag und nach dem Frühstück (wieder in der Markthalle, wie in Baños jeden Morgen) hat es sogar zum Regnen aufgehört, weshalb wir dann doch noch einen Tag länger in Baños geblieben sind.

Markthalle und Frühstücksdame.

Da durch den vielen Regen Canyoning und Rafting nicht wirklich mögich waren, haben wir uns dann Fahrräder ausgeborgt. Auserwählte Strecke: La Ruta de las Cascadas. Also Straße der Wasserfälle. Von Baños aus in Richtung Osten in Richtung Puyo gibt es diese bekannte Straße - insgesamt 61 km lang und gerade für Fahrradfahrer angeschrieben und mit 2 Optionen dazwischen, wo man jeweils in Dörfern umdrehen kann und dann von dort einen Bus zurücknehmen kann nach Baños.
Die ausgeborgten Fahrräder waren überraschend gut - also keine Greggn, wie großteils in Asien, sondern richtig mit funktionierenden Gängen, halbwegs guter Federung etc. :)

Der erste Teil der Straße war großteils bergab - aber leider der Hauptstraße entlang und da haben uns noch viele LKW etc. überholt - also nicht so ganz das was man sich von einer angeschriebenen Fahrradroute erwartet. Nach ein paar km ist uns dann auch bewusst geworden, wieviel der Regen in den letzten 2 Tagen angerichtet hatte.. Straßenteile waren teilweise überflutet - welch Spaß da mit den Rädern durch; und das ohne Kotflügel.. ;) - aber ja, wenn man schon einmal nass ist, dass ist es eh schon egal.

Dafür waren aber die Wasserfälle natürlich größer als normalerweise und deshalb doch recht beeindruckend. Vor allem die Anzahl - alle 500 m ca. hat man einen neuen Wasserfall irgendwo entdeckt. :) Also die Straße hat den Namen echt verdient.
Ein Teil des Weges war dann doch Gott sei Dank nicht auf der Hauptstraße, sondern wirklich nur für Radfahrer - nur hat dort der Regen das Geländer teilweise weggerissen und wir mussten auch durch zwei Wasserfälle durch, die normalerweise vermutlich um einiges kleiner sind.




Der ursprüngliche Plan bis nach Rio Verde zu fahren und von dort dann den Bus zurück zu nehmen hat dann leider nicht funktioniert, weil ein Tunnel am Weg gesperrt wurde. Mit Polizei vor Ort und kilometerlangem Stau vor und hinter dem Tunnel. Wir vermuten, dass vermutlich Muren Schuld an der Sperre waren. Nach kurzem Abwarten haben wir dann aber einfach umgedreht und sind zurück, weil mittlerweile auch der Regen wieder angefangen hat zu zeigen, was er so kann.
Also wieder retour - durch die Wasserfälle, durch den Tunnel und dann bergauf Richtung überflutetem Teil der Straße..


Vermutlich normalerweise recht trocken - aber 48 h Regen machen dann doch einen großen Unterschied.


Kilometerlanger Stau wegen der Tunnelsperre

Durch einen mussten wir trotzdem durch - fühlt sich irgendwie eigenartig an auf einem Fahrrad.. 

Beim überfluteten Teil hatten wir dann das schlechteste Timinig aller Zeiten, weil gerade als wir durch den Teil wollten sind uns die Auto von der aufgelösten Sperre nachgekommen. Und nachdem wir gesehen hatten, wie viel Wasser (kalt und dreckig!) uns da anspritzen würde haben wir beschlossen doch etwas zu warten ;)

versucht hätte ich es ja ... 

Aber dann doch gutes Timing, weil keine zwei Minuten später ein Truck stehen geblieben ist; unsere Fahrräder geschnappt hat, auf seinen Hänger geladen hat und uns gleich mit dazu. Und so sind wir dann doch durch die riesige Lache gekommen ohne allzu nass zu werden. :)
Der Fahrer hat uns dann sogar bis zu unserem Fahrradverleih gebracht! Also dann im Endeffekt doch alles gut gegangen! Vor allem dann nach einer warmen Dusche!



Erleichterung pur ;) 


Somit war der letzte Tag in Baños dann doch noch mit etwas Outdoor verbunden; auch wenn wir recht nass geworden sind - aber einen Teil der Ruta de las Cascadas sind ja ja doch abgekommen :)

Nächstes Ziel: Cuenca - ca. 8-10 Busstunden weiter im Süden.
Da regnet es hoffentlich nicht; und vielleicht ist es endlich warm genug, dass ich einmal die kurze Hose auspacken kann!
hasta luego.