Freitag, 27. November 2015

Bolivia - Lake Titicaca - Copacabana

Titikakasee die Zweite :) 

Titikaka hat übrigens eine Bedeutung. "Titi" heißt "große Katze" und "Caca" heißt grau. Warum ein See nach einer grauen, großen Katze benannt wurde, weiß allerdings niemand. 

Jeder sagt die bolivianische Seite der grauen, großen Katze ist schöner als die peruvianische. Wir haben uns also mehr Zeit genommen, um uns ein bisschen zu entspannen in schöner Umgebung. Und das ist gelungen! Copacabana ist ein wunderschöner Ort, die Aussicht auf den See ist ein Wahnsinn. 


 Ein Muss in Copacabana ist ein Tagestrip zur Isla del Sol. Wir sind zum nördlichen Teil der Insel gefahren und dann 3 Stunden zum südlichen Teil gewandert. Tolle Aussicht die ganze Strecke entlang! Wir sind dabei auf fast 4100 m hinauf gewandert, was man echt merkt. Auch wenn ich mich mittlerweile schon an die Höhe gewöhnt hab, ist die körperliche Anstrengung gleich mal höher als würde man zuhaus wandern. Sind ja nur 300 Höhenmeter. Trotzdem. Die 3 Stunden haben gereicht :)

Mini Insel :)


Einheimische Kinder, die mit Ziegelsteinen spielen... was anderes gibts nicht. Da merkt man schon, dass Bolivien ein sehr armes Land ist. 

Die ganze Isla del Sol is voller Esel, Schweine und Schafe :) Lamas gabs auch! 

Hier sieht man schon die beschriebene meeeeega gute Aussicht. 

Und hier :)

Und hier :) 

Und überall :) 





In dem super gelegenen kleinen Ort haben wir dann Pause gemacht und - genau - die Aussicht genossen! 


Der Tisch war unserer :) 

Am Rückweg haben wir dann die Anden hinterm See gesehen. Schneebedeckt... Wow!!! Hab ein paar Mal von der Kamera aufgeblickt um zu prüfen, ob das wirklich so ist. Schaut so unwirklich aus. 

Am Ende des Tages dann noch ein wahnsinns Sonnenuntergang. Der Titikakasee ist wirklich wunderschön! 

So.. Ihr seid jetzt wieder fast Up-to-date. Vielleicht schaff ich morgen nochmal was hochzuladen! 
In zwei Wochen gehts schon wieder nach Hause!! die Zeit vergeht sehr schnell, jeder Tag verrinnt und die Wochen vergehen. Bin aber schön langsam bereit um nach Haus zu fahren :) 

Bis bald :)

Peru - Lake Titicaca - Puno

Wie versprochen :) Lake Titicaca! 

Ich hab den See von der peruvianischen und der bolivianischen Seite besucht und beiden Seiten sind sehr unterschiedlich. Erst mal ein paar Hardfacts: Der Titikakasee liegt auf 3812 m Seehöhe und ist der zweitgrößte See Südamerikas. Man hört immer wieder er sei der höchstgelegene See der Welt, was aber nicht stimmt. Es gibt in Tibet und in Chile einen höheren. Trotzdem. Mir haben die 3800 Meter gereicht. :) 

Die peruvianische Seite ist bekannt für die schwimmenden Inseln, die man sich anschauen kann.

Puno - die Stadt am Titikakasee. Nix besonderes an sich, nur die Aussicht auf den See ist ganz nett :)
Karte vom See - inklusive der eingezeichenten Grenze, Peru und Bolivien
Jedes Boot bleibt hier stehen und bezahlt quasi Maut, um die Kanäle benutzen zu dürfen :)
Maria und Katja (beide aus Schweden) haben diesen Trip mit mir gemacht - ich habs sicher schon erwähnt, aber es geht wirklich schnell beim Reisen jemanden kennen zu lernen. Raus aus dem Bus, man fragt kurz nach einem Hostel oder Taxi und dann hat man schon jemandem mit dem man die nächsten Tage verbringt. Mit den beiden hab ich dann eine Woche verbracht :)


Typische Boote der Einheimischen von den Inseln. Alles per Handbetrieb - so werden die Kinder zur Schule gebracht und von einer Insel zu der anderen.
Eine typische Insel der "floating islands" - Ein paar Häuschen und ein paar Frauen, die tanzen oder singen, um die Boote dazu zu bringen, die Touris auf ihrer Insel rauszulassen. 

Die männlichen Bewohner arbeiten in der Stadt, die Frauen machen Souvenirs und versuchen diese dann zu verkaufen.

Hier hat uns eine traditionell gekleidete Einheimische (die sind übrigens alle so angezogen, auch in der Stadt) erklärt wie die Inseln gebaut werden. Man nimmt Wurzeln und Seegras und verbindet die auf eine bestimmte Weise. Immer wieder wird Seegras oben draufgelegt und verbunden, bis das Ganze irgendwann hält - vage Erklärung, aber so hat sies gesagt :). Eine Insel zu bauen dauert drei Jahre! Dann ist sie bewohnbar. 


Getrockneter Vogel - neben Fisch und Eiern eines der Hauptnahrungsmittel auf den Inseln

Kochtöpfe

Jeder Tourist ist hier natürlich reich - die Einheimischen versuchen auch alles um etwas zu verkaufen - fast schon ein bisschen nervig. 

Eine Insel nach der anderen :)

Wir sind dann noch eine halbe Stunde mit dem einheimischen Boot herumchauffiert worden :) Langsam zwar, aber die Aussicht war toll


Ich muss sagen, ich bin doch ein bisschen skeptisch, was die Floating Islands angeht... Die sind nämlich nur ca 30 Minuten vom Festland entfernt. Warum würden die also freiwillig so leben, wenn es sooo einfach ist ans Festland zu kommen. Ohne Strom, mit nur Grundnahrungsmitteln, und bei der Kälte in der Nacht... Dazu  ist es eine riesen Aufgabe die Inseln zu erhalten. Das wird ja alles nass, Krankheitserreger und was auch immer tummeln sich in den Seegräsern...
Habs gegoogelt. Ich glaub niemand ist sich so richtig sicher, ob das alles echt oder Show für die Touristen ist.

Wie auch immer - es war ein netter Ausflug, und cool sind die Inseln auf jeden Fall - ob echt oder nicht.

Peru - Arequipa

Hallo nach Hause :)

Die lange Verzögerung seit dem letzten Blogeintrag liegt nicht an der erwähnten Krankheit - die is Gott sei Dank so gut wie überstanden. Das Problem ist, dass es echt schwer ist in Bolivien (wo ich jetzt schon bin) brauchbares Internet zu finden. Auch die Hostels und Restaurants haben hier nur normale Router wie bei uns einfache Haushalte. Das Wifi ist dementsprechend langsam und schlecht. Aber ich habs schlussendlich dann doch geschafft und jetzt gibts gleich drei Einträge auf einmal - ich versuchs zumindest. 

Zu Beginn: Peru - Arequipa. Eine Stadt im Süden des Landes, in die die meisten Backpacker nur wegen dem naheliegenden Colca Canyon hinfahren. Für mich aber eine der schönsten Städte in Peru. Natürlich hab auch ich den Colca Canyon Trip gemacht. Der Colca Canyon ist mit seinen 3269 Metern der zweittiefste der Welt. Nur der 5000 Meter tiefe Kali Gandaki in Nepal ist noch tiefer. Wobei ich mir noch tiefer gar nicht vorstellen kann! Hab so schon kein Foto machen können, auf dem man nur annähernd sieht wie tief die Schlucht wirklich ist. 

Das Colca Tal rund um den Canyon ist aber wunderschön und davon gibts tolle Fotos :) 
 



Die einzelnen Terrassen die man in der Landschaft sieht dienten schon den Inka zum Anbau aller möglichen Pflanzen und Gemüsesorten. Durch die Terrassen wird das Klima besser genutzt und trotz der Höhe wächst so gut wie alles. 




Jede Menge Kolonialstädte gibts im Colca Tal - die Spanier haben echt viel Arbeit geleistet und die alle missioniert. Überall prachtvolle Kirchen und praktizierende Christen.




Besten Touristenfoto. Haha - Das Alpaka heißt Esmeralda und die Besitzerin hatte echt Schwierigkeiten damit, sie dazu zu bringen in die Kamera zu schauen. "Esmeralda aqui, aquiii Esmeralda" Hab mich super amüsiert bei dem Foto - der Adler am Kopf war dann schon fast Nebensache. 




Wir sind dann am Condor Cross stehengeblieben - ein Aussichtspunkt an dem man immer Condore sieht. Und wir haben auch nicht lange warten müssen, bis zwei große Condore um uns herumgekreist sind. 







Freilebende Alpakaherde :) Die sind mir viel lieber als die dekorierten, mit denen man Fotos macht (obwohl Esmeralda schon echt cool war)



Am Rückweg vom Colca Canyon sind wir auf einem Aussichtspunkt stehengeblieben. 4900 Meter hoch!!! Da bleibt einem die Luft mal weg.


Misti Vulkan 



Hier der Beweis. 4900 Meter! Schon echt hoch... 5 Minuten herumspazieren reicht um völlig außer Atem zu sein. Danach ist man froh sich wieder in den Bus setzen zu können! 


Neben dem Colca Canyon ist Arequipa bekannt für das Convent Santa Catalina. Die Spanier haben dieses Kloster kurz nach der Eroberung bauen lassen  und es war bis ins späte 20. Jahrhundert intakt. Das Convent ist so groß, dass es die "Stadt in der Stadt" genannt wird. Man kann sich wirklich verlaufen, weils so groß ist.
 


Einer der vielen Innenhöfe von Santa Catalina. Alle sind so geplant, dass die vier Seiten insgesamt den Kreuzweg darstellen und die Nonnen beim Rundherumgehen beten können.
Typische Zelle - größer als erwartet.

Fast jede Zelle hat eine eigene Küche.
Straßenecke im Kloster





Und noch ein Innenhof, der irgendwo mitten in der Stadt sein könnte. Man vergisst fast, dass man immer noch im Kloster ist :)


Und noch ein paar Bilder von Arequipa - die Stadt hat mir echt gut gefallen:

Plaza de Armas - In Peru gibts in jeder Stadt einen Plaza de Armas (Platz der Waffen), und meistens ist das auch der Hauptplatz.
Die Architektur erinnert teilweise schon sehr an Spaniern - wie oben gesagt: die haben alle Arbeit geleistet hier in Südamerika!

Weiter gehts gleich mit dem Titikakasee :) - wenn das Internet schon mal funktioniert muss ichs ausnutzen :)