Mittwoch, 9. Dezember 2015

Bolivia - La Paz





So meine Lieben - das ist der letzte Blogeintrag vor dem "gut zuhause" Eintrag. Wahnsinn! So schnell vergehen 5 Monate. 

Also: La Paz! Ich hab mir eigentlich nicht viel von der Stadt erwartet. Großstadt halt. Aber hier gibt es wirklich einige schöne Plätze. Leider ist es so wie in Lima - gefährlich mit einer großen Kamera rumzurennen. Auch mein Handy war meistens im Hostel. Also gibt es von La Paz nur dieses eine (dafür echt gute) Foto:


 Ausblick aus einer derr Gondeln. La Paz hat nämlich so ein großes Verkehrsproblem, dass 3 verschiedene Gondeln als öffentliche Verkehrsmittel gebaut wurden. Und von denen hat man Blick über die ganze Stadt. Sie sind so also auch zur Touristenattraktion geworden. 


Wovons einige Fotos gibt ist die berühmte Mountainbike-Strecke in derNähe von La Paz: die Death Road! 65 Kilometer nur bergab, in denen man von 4700 Meter über dem Meer bis 1200 Meter kommt. Davon 36 Kilometer auf Schotterstraße mit mega Abhang gleich daneben. Früher war das die Hauptverkehrsstraße. Mittlerweile ist aber eine neue, ungefährlichere gebaut worden und die Death Road (bekannt als die gefährlichste Straße der Welt) wird nur noch von wenigen Autos befahren. 

Dafür umso mehr von Touristen auf Fahrrädern :)

Startpunkt auf 4700 Meter.





Hier sieht man wie steil es runter geht gleich neben der Straße und rechts sieht man vielleicht auch wie eng die Straße teilweise ist - ist mir ein Rätsel, wie zwei Autos reagiert haben, wenn sie sich hier entgegengekommen sind... Die meisten Unfälle sind laut unsres Guides beim Zurückschieben und Ausweichen passiert. 


Das ist nicht etwa ein Punkt wo man extra hinfährt um Fotos zu machen - sondern ein normaler Abschnitt der Death Road.


Das wars leider mit den Fotos - die hat die Agentur gemacht und mehr gibts leider nicht. Das Befahren der Death Road hat ca. 4 Stunden gedauert und is ziemlich in die Hände gegangen. Kann man sich vorstellen bei Schotterweg. War aber ein tolles Ergebnis und hat echt Spaß gemacht. 3500 Meter Höhenunterschied - das wär zuhaus bei Weitem nicht möglich!


Viel mehr zu erzählen gibts eigentlich nicht. Zumindest nicht jetzt. Lieber zuhause Face-to-Face dann. Morgen um 16:50 Ortszeit flieg ich nämlich Richtung Heimat! Und: Ich freu mich seeeehr!

Bis ganz bald also - ich seh viele von euch ja bald :)

Und das letzte Mal liebe Grüße aus Südamerika

Bolivia - Salar de Uyuni



Wenn man Bolivien googelt oder in irgendeinem Reiseführer nachschaut ist auf Nummer eins der Must-Sees immer das gleiche: Die Salar de Uyuni. Die berühmte Salzwüste ist 140 km lang und 110km breit. Insgesamt ist die Salzoberfläche also mehr al 10.000km² groß!  Die Salzwüste ist enstanden, als vor über 10.000 Jahren derr Paläosee ausgetrocknet ist, der sich an dieser Stelle befand. 

Jetzt gibts hier nur mehr Salz. Viiiel Salz. Geschätzt wird das Salzvorkommen auf ca. 10 Milliarden Tonnen geschätzt. Abgebaut werden ca. 25.000 Tonnen jährlich. Auch eines der größten Lithiumvorkommen der Welt gibt es hier. 

Die Salzkruste ist bis zu 30 Meter dick - so können sogar LKWs darauf fahren. 


Okay. Soviel zur Beschreibung meines Bolivien-Highlights. Ich hab von Tupiza aus eine 4-Tages Tour gebucht, die nicht nur die Salzwüste, sondern auch die Landschaft rundherum, inklusive Lagunen, einem Geysir, heißen Quellen und vielen Felsformationen beinhaltet hat. 

Die Fotos für den Eintrag hab ich nach Themen sortiert ums einfacher zu machen.  Ich beginn mit den Lagunen und werd die Bilder für sich sprechen lassen: 


Aussichtspunkt auf einen großen See. Das besondere daran war die Höhe: 4855 Meter!! :) 


Laguna blanco - die weiße Lagune. Die Oberfläche nicht mit Schnee, Salz oder sonst was bedeckt, sondern mit Borax - dem Rohstoff, aus dem Waschpulver und so Zeugs hergestellt wird. 

Und hier gibts Flamingos :) Hab noch nie welche freilebend gesehen. Echt cool. 


Laguna verde - die grüne Lagune. Durch giftige Mineralien wirkt der See grün. Es gibt keine Lebewesen in der Gegend. Nichts... Nur den tollen Vulkan im Hintergrund 

 Heiße Quellen. 35 Grad auf 4200 Meter. Als unsere Gruppe dort war waren wir Gott sei Dank alleine. Erst später sind die Touristen Massen gekommen. Das Baden selbst ist super. Das raussteigen aus dem warmen Wasser eher ein kleiner Schock. Draußen wars dann doch ziemlich kalt.

Und dann biegt der Fahrer mit seiem Jeep kurz ab und fährt nur ein bisschen vom Weg ab und bleibt stehen und dieser Geysir ist vor uns! Wir sind mittem im Rauch ausgestiegen - stinkt furchtbar! Aber beeindruckend


Laguna de Colores - Lagune der Farben. verschiedene Mineralien geben dem See unterschiedliche Farben. Weiß, blau, und rot. ROT! Echt eigenartig rotes fließendes Wasser zu sehen. Mit den Flamingos darin schaut das ganze noch unnatürlicher aus. 

Und kalt wars! 


Im roten Wasser schauen die Flamingos fast farblos aus.

Und die letzte der bunten Lagungen: Laguna negra - die schwarze Lagune. Auch hier wieder Mineralien die das Wasser färben. Echt interessant, dass innerhalb von vielleicht 100 km diese unterschiedlich gefärbten Seen sind. 

Nächste Bilderkategorie: Lamas! In Bolivien gibts im Gegensatz zu Peru fast keine Alpakas. Aber ich mag die Lamas auch gerne. Hab mich zurückgehalten und euch nur 4 Fotos hochgeladen. Hab in den 4 Tagen aber 60 Fotos gemacht. Einfach weil Lamas überall sind!!



Und die Baby Lamas sind einfach so süß :)

Nächste Bilder aus der Kategorie: On the Road


Ausblick vom ersten Frühstück. 4300 Meter. Nicht schlecht :)

Conception war unsre Köchin. Wenn wir unterwegs gegessen haben, hat sie einfach den Kofferraum des Jeeps umfunktioniert um uns unser essen vorzubereiten - und das war überraschend gut.

Autopanne eines anderen Jeeps - mitten im Nirgendwo. Da bleibt gleich jederr stehen und hilft zusammen.

Und wir haben die Pause als Fotostopp genutzt. 

Die letzte Nacht haben wir in einem Salzhotel übernachtet. Alles is dort aus Salz gemacht, sogar die Tische, Stühle und Betten.


Next: Rocks und Felsformationen










Dieser hier heißt Kamel und schaut auch genau so aus. 

Größenverhältnis. Auf den ersten Blick erkennt man mich garnicht.

Unsere Köchin hat dann freiwillig als Model posiert :)
Links ist unser Fahrer Jorghe

Der Fluss wird Anaconda genannt und schlängelt sich so wie die Longa. 


Eine weiter Sehenswürdigkeit ist der Eisenbahnfriedhof nähe der Ortschaft Uyuni. Die Züge sind teilweise über 100 Jahre alt.







Und jetzt endlich: Salar de Uyuni. Das Highlight am letzen Tag. Wir sind um 4 Uhr aufgestanden um den wahnsinns Sonnenaufgang über der Salzwüste zu sehen. Und das hat sich echt ausgezahlt
Alle Infos habts eh oben schon gelesen. Ab hier also nur mehr Fotos:






Diese Salzkrusten entsehen durch chemische Reaktionen und breiten sich über die ganze Salzwüste aus.



Fotos locos - verrückte Fotos, für die die Salar de Uyuni auch bekannt ist.



Für die Fotos locos braucht man vollen Körpereinsatz.


Auch die Dakar fand schon in der Salzwüste statt, teilweise zumindest. Dieses Erinnerungsstück steht mitten drinnen. 

Wie ihr gemerkt habt, war die 4 Tages Tour voller unterschiedlicher und toller Landschaften. So viel "Umgebung" hab ich glaub ich noch nie gesehen. Zwischendurch gabs mal wieder kleine Orte mit vielleicht 250 Einwohnern, aber prinzipiell ist im Süden von Bolivien ganz viel "nichts". Wunderschönes "nichts"